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Der Transferplan verlief völlig anders als gedacht – RB Leipzig gerät unter Zeitdruck

Leipzig – Es ist schon erstaunlich: Nach einer vergleichsweise langen Vorbereitungszeit endet für RB Leipzig am kommenden Samstag mit dem DFB-Pokalspiel gegen Trier (18 Uhr/Sky) die Phase vor der neuen Saison – doch der Kader ist noch weit davon entfernt, optimal aufgestellt zu sein.

Abgesehen von den Abgängen von Yan Diomande (19) und dem eher überraschenden Wechsel von Peter Gulacsi (36) hat sich beim Kader kaum etwas getan, um den viel zu großen Kader zu verschlanken.

Gleichzeitig sind die Roten Bullen weiterhin auf der Suche nach passenden Verstärkungen, um auch in der kommenden Spielzeit ganz oben mitzuspielen. Bis zum Ende der Transferperiode am 1. September muss deshalb noch einiges passieren. Marcel Schäfers (42) dürfte wohl nahezu permanent telefonisch erreichbar sein.

Eigentlich hatte man sich die Situation anders vorgestellt. RB Leipzig wollte zu diesem Zeitpunkt längst weiter sein. Das Scheitern des Transfers von Fisnik Asllani (24) markierte den Beginn der Probleme im Leipziger Transfermanagement.

Da die Zeit nun knapp wird, sind für Wunschspieler wie Said El Mala (19) oder Diego Moreira (22) die geforderten Ablösesummen noch weiter gestiegen. Die Sachsen werden wohl über ihre bisherigen Grenzen hinausgehen müssen.

Hinzu kommt, dass es jetzt schon ernst wird. Der Viertligist aus Trier stellt am Samstag eine Hürde dar, die die Roten Bullen unbedingt überwinden wollen. Eine Woche später wartet dann mit dem Bundesliga-Auftakt gegen Borussia Mönchengladbach eine deutlich anspruchsvollere Herausforderung.

Ein Blick zurück auf die letzte Saison zeigt, dass die Situation am Cottaweg damals ähnlich war. Beim 0:6 zum Saisonstart gegen den FC Bayern München stand eine Mannschaft auf dem Platz, die so in der Folgezeit nicht mehr existierte. Spieler wie Xavi Simons (23) verließen das Team, während in letzter Minute unter anderem Conrad Harder (21) verpflichtet wurde.

Dass die Leipziger am Ende der Transferphase noch einmal kräftig auf dem Markt aktiv werden, gilt als sehr wahrscheinlich.