„Völlige Blamage“: Wo bleibt der Einfluss von Demichelis bei RB Leipzig?
Leipzig – Beim FC Bayern München zu verlieren ist erlaubt – aber nicht in dieser Höhe! Nach der 1:6-Klatsche gegen den deutschen Rekordmeister gerät RB Leipzigs Trainer Martin Demichelis (45) wieder stärker unter Druck. Die Kritik prasselt von allen Seiten auf ihn ein.
Dem Argentinier fällt es weiterhin schwer zu verkraften, dass er als neuer Coach verpflichtet wurde, um den berühmten RB-Stil wiederzubeleben. Ole Werner (38) wurde dafür ohne ersichtlichen Grund entlassen, obwohl er mit dem dritten Platz in der Bundesliga die Teilnahme an der Champions League sicherte.
Bisher konnten die Sachsen nur in Heimspielen überzeugen. In der Fremde zeigte das Team oftmals keine konkurrenzfähige Leistung – ein Umstand, der Fragen aufwirft.
„Red-Bull-Chef Oliver Mintzlaff verabscheut solche Demütigungen wie in München – und das war zweifellos eine komplette Bankrotterklärung. Daher müssen wir nach sechs Spielen einmal festhalten: Wo ist eigentlich der Einfluss von Demichelis? Punktetechnisch könnten sie zwar zurückliegen, aber ich erkenne überhaupt nicht den RB-Stil“, kommentierte Sportmoderator Thomas Wagner (55) bei der Sendung „Glanzparade“.
Sein Kollege Frank Buschmann (61), der die Entscheidung gegen Werner von Anfang an nicht nachvollziehen konnte, ergänzt, dass Demichelis auf internationaler Bühne nie bewiesen hat, ein wirklicher Fortschritt zu sein. „Das verstehe ich nicht. Er hat Mallorca trainiert, in Argentinien. Ich könnte es nachvollziehen, wenn Leipzig eine schwache Saison hinter sich hätte, doch sie haben doch wirklich ansehnlichen Fußball gespielt.“
Am Mittwochabend (21 Uhr/DAZN) steht für die Roten Bullen nun eine schwere Auswärtspartie in der Champions League bei Real Madrid an. Auch dort kann man verlieren, zumal die Spanier derzeit in Bestform sind.
Am Ende wird es jedoch wieder auf das „Wie“ ankommen. Einen solchen Auftritt wie in München dürfte sich die Mannschaft – und vor allem Demichelis – kaum noch erlauben können.