RB Leipzig baut mit Kantersieg gegen HSV Champions-League-Frust ab – doch Sorgen bleiben
Leipzig – Nach einer turbulenten Woche zeigte RB Leipzig am Sonntagnachmittag eine starke Leistung und besiegte den Hamburger SV deutlich mit 5:0 (2:0) im heimischen Bundesliga-Duell. Über die gesamten 90 Minuten hinweg dominierten die Spieler von Martin Demichelis in der ausverkauften Red Bull Arena die Partie. Auch, weil die Gäste keineswegs überzeugend auftraten und nach dem dritten Treffer komplett auseinanderfielen. Dennoch gibt es bei RB erneut Grund zur Sorge um Pechvogel Assan Ouedraogo.
Die Unsicherheit nach der klaren 1:4-Niederlage in Como war den Leipzigern zunächst anzumerken, sodass die Anfangsphase recht ruhig verlief.
Doch allmählich übernahmen die Hausherren immer mehr das Kommando, was schließlich auch zum ersten Tor führte – und das relativ mühelos.
Ezechiel Banzuzi setzte sich entschlossen auf der rechten Seite durch und spielte den Ball flach in die Mitte zu Tidiam Gomis, der ohne zu zögern den Ball unten rechts im Netz versenkte (17.).
Nach dem 1:0 behielt RB die Kontrolle über das Geschehen auf dem Platz und ließ den HSV kaum aus der eigenen Hälfte kommen. So erzielte Antonio Nusa das 2:0.
HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes spielte einen Rückpass zu Verteidiger Shafiq Nandja am Strafraum, der sich in ein Dribbling begab und den Ball an den norwegischen Stürmer verlor. Nusa schloss ab, und obwohl Verteidiger sowie Torwart noch am Ball waren, segelte der Schuss unter die Latte rechts ins Netz (28.).
Doch lief wirklich alles perfekt für Leipzig? Nicht ganz. Ouedraogo, der in seiner Karriere immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte und gerade erst von einer Schulterverletzung zurückgekehrt war, griff sich nach einem Zweikampf erneut an die Schulter und musste frühzeitig ausgewechselt werden. Ein herber Rückschlag. Für ihn kam Christopher Nkunku ins Spiel.
In der zweiten Halbzeit erhöhte der HSV den Druck, um eventuell noch einen Punkt zu ergattern. Zwar agierten die Norddeutschen nun offensiver, doch wirklich gefährlich wurden sie nur sporadisch.
Auf der anderen Seite sorgten die Sachsen dennoch für unnötige Spannung. So konterten sie in der 54. Minute mit vier Spielern gegen einen Hamburger Verteidiger, doch anstatt den Angriff ruhig auszuspielen, wurden die Pässe zu hastig gespielt, sodass Heuer Fernandes die Kugel problemlos sichern konnte.
Solche einfachen Fehler häuften sich bei den Gastgebern, die im letzten Drittel oft die zündenden Ideen vermissen ließen.
Die Hamburger witterten ihre Chance, durchbrachen nun öfter die RB-Abwehr und erzwangen Fehler. Doch in der vielleicht stärksten Phase der Gäste fiel das 3:0. Ein Freistoß von Nusa von der linken Seite wurde am zweiten Pfosten von Willi Orban per Fuß ins Tor gelenkt (72.). Danach zerfiel Hamburg endgültig. Nur zwei Minuten später setzte sich Nusa erneut auf links durch und legte klug quer zu Nkunku, der mit einem wuchtigen Schuss das 4:0 erzielte.
RB wollte noch mehr: Drei Minuten später lief der eingewechselte Romulo rechts durch die Abwehr, umkurvte den HSV-Torwart und erhöhte auf 5:0. Kurz darauf war das Spiel beendet.
3. Spieltag
RB Leipzig – Hamburger SV 5:0 (2:0)
RB Leipzig: Vandevoordt – Henrichs (74. Baku), W. Orban, Lukeba (73. Esteve), Raum – Banzuzi – El Aynaoui, Ouédraogo (35. Nkunku) – Gruda, Gomis (74. Romulo), Nusa (78. Finkgräfe)
Hamburger SV: Heuer Fernandes – Capaldo, Torunarigha, Nandja (73. Omari) – El Ouahdi (89. Jatta), Sambi Lokonga (78. Stange), Remberg, Møller Wolfe – Daka (72. Fábio Vieira), Grönbaek – Poulsen (46. Moffi)
Schiedsrichter: Florian Badstübner (Windsbach)
Zuschauer: 47.800 (ausverkauft)
Tore: 1:0 Gomis (17.), 2:0 Nusa (28.), 3:0 W. Orban (72.), 4:0 Nkunku (74.), 5:0 Romulo (77.)
Gelbe Karten: Lukeba (1) / Capaldo (1), Nandja (1)
1. Bundesliga Tabelle
Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Der Verein, der am Saisonende auf Platz 1 liegt, wird Deutscher Meister. Die Teams auf den letzten beiden Plätzen (17 und 18) steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) darf in der sogenannten Relegation um den Verbleib in der Liga kämpfen. Dort trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.