RB Leipzig nur kurzzeitig ernstzunehmender Gegner für Bayern: Reicht das für die neue Saison?
Leipzig/München – Aus Sicht von RB Leipzig lässt sich nach der 1:3-Niederlage gegen den FC Bayern München am Samstag im Telekom Cup zumindest Positives festhalten: Die Leistung war deutlich besser als noch vor einer Woche beim 0:2 gegen Leeds United. Dennoch bleibt es schwierig, den tatsächlichen Stand der Vorbereitung der Sachsen auf die kommende Saison einzuschätzen.
Am kommenden Samstagabend um 18 Uhr (über Sky) bestreiten die Rasenballer ihr erstes Pflichtspiel der neuen Spielzeit im DFB-Pokal gegen Eintracht Trier.
Als klarer Favorit gehen die Roten Bullen gegen den Viertligisten ins Rennen. Dennoch ist der Kader längst noch nicht vollständig, an manchen Positionen wirken die Leipziger noch instabil.
Eine Entschuldigung darf dies gegen das Team aus der Regionalliga Südwest keinesfalls sein. Ein überraschendes Ausscheiden in der ersten Pokalrunde wäre für Trainer Martin Demichelis (45), der nach dem überraschenden Trainerwechsel von Ole Werner (38) besonders im Fokus steht, ein absoluter Albtraumstart.
Vor allem die Offensive der Leipziger muss sich in den kommenden Wochen deutlich steigern. Gegen den Rekordmeister sah das Spiel um die Halbzeitpause herum zwar vielversprechend aus. Nach dem Seitenwechsel sorgte vor allem Johan Bakayoko (23) mit auffälligen Aktionen für Wirbel in der Bayern-Abwehr.
Doch diese Phase dauerte nur etwa zehn Minuten, bevor die Mannschaft wieder in eher statische Abläufe zurückfiel. Zwar beherrschen die Roten Bullen das Spielprinzip grundsätzlich, es fehlt aber noch an der Feinabstimmung, um die Intensität über längere Zeit aufrechtzuerhalten. Einige Neuzugänge, die Sportdirektor Marcel Schäfer (42) am Samstag ebenfalls ankündigte, könnten hier hilfreich sein.
Der Telekom Cup diente RB Leipzig zugleich als Generalprobe – ein weiteres Testspiel vor dem Saisonstart ist nicht geplant. Demichelis und sein Team werden nun noch eine Woche am Cottaweg trainieren, um die Spielphilosophie des Argentiniers tiefgehend zu verankern.
Bis der Kader komplett ist und eine feste Startelf steht, wird es für Leipzig vor allem darum gehen, die ersten Wochen schadlos zu überstehen. Der erste Bundesliga-Gegner am Ende August ist Borussia Mönchengladbach.