St.-Pauli-Blog: Knieverletzung! Rawley St. John fällt vorerst aus
Hamburg – Der FC St. Pauli steht nach zwei Jahren in der Bundesliga kurz vor dem Auftakt der neuen Zweitliga-Saison.
Am vergangenen Samstag wurde die Spielzeit offiziell mit einem Testspiel am Millerntor gegen Deportivo de A Coruña (2:2) eröffnet.
In unserem St.-Pauli-Blog informieren wir Euch regelmäßig über alle Neuigkeiten rund um die Mannschaft, potenzielle Transfers und weitere Geschehnisse aus dem Millerntor-Stadion.
Leider gibt es schlechte Nachrichten: Rawley St. John (21) wird dem FC St. Pauli vorerst nicht zur Verfügung stehen, wie der Verein am Montag bekanntgab.
Der Australier zog sich im Freundschaftsspiel gegen Deportivo am Samstag eine Meniskusverletzung im rechten Knie zu.
Der junge Spieler wird voraussichtlich mehrere Wochen, möglicherweise sogar länger, ausfallen.
Das Testspiel gegen Deportivo de A Coruña endete am Samstagabend mit einem 2:2-Unentschieden. Ein spektakuläres Tor gelang dabei Martijn Kaars.
Der Stürmer bezeichnete diesen Treffer als sein persönliches Highlight des Spiels. Besonders beeindruckend war jedoch nicht nur der Abschluss selbst, sondern auch dessen Entstehung. Nach einer Vorlage von Joel Fujita kombinierten sich Branimir Hrgota und Kaars gekonnt durch die Abwehr, wodurch dem Niederländer der Abschlussraum ermöglicht wurde.
Generell setzt der FC St. Pauli unter Trainer Marcel Rapp wieder verstärkt auf eine offensive Spielweise, was Kaars zugutekommt, wie er berichtete: „Dann ist es etwas leichter, Tore zu erzielen.“
Der Distanzschuss des 27-Jährigen war bereits sein zweiter Treffer aus der Ferne in der aktuellen Vorbereitung. Am Samstag traf er aus etwa 19 Metern direkt in den rechten Winkel. In seiner Zeit bei Magdeburg war das noch anders, erklärte er: „Meine Tore dort fielen alle innerhalb des Strafraums.“ Grund für seine neue Trefferquote sei seine Rolle als Zehner in Hamburg. Daher lautet seine Devise: „20 Meter oder näher vor dem Tor? Immer schießen!“
Auch Trainer Marcel Rapp zeigte sich erfreut über die Entwicklung: „Er hat einen sehr guten Abschluss. Wenn er frei zum Schuss kommt, darf man schon mal aufstehen und jubeln“, kommentierte er mit einem Augenzwinkern.
Transfernews bei den Kiezkickern: Kurz vor Saisonbeginn hat der FC St. Pauli seine Mannschaft noch einmal verstärkt. Der 22-jährige rechte Außenverteidiger Rony Jansson wechselt vom schwedischen Erstligisten Kalmar FF nach Hamburg.
Der gebürtige Finne wurde bei Kalmar ausgebildet und schaffte den Sprung in die Profimannschaft, für die er insgesamt 69 Spiele absolvierte. Zudem gab Jansson im Juni sein Debüt in der finnischen A-Nationalmannschaft.
Sportdirektor Andreas Bornemann lobte: „Rony ist dynamisch und sehr aufmerksam im Umschaltspiel. Da die schwedische Saison bereits läuft, bringt er eine ausgezeichnete körperliche Verfassung mit und kann sofort voll durchstarten.“
Cheftrainer Marcel Rapp ist überzeugt: „Rony verfügt über sehr gute körperliche Voraussetzungen und erledigt seine defensiven Aufgaben zuverlässig. Durch sein Tempo und die präzisen Flanken ist er auch offensiv eine Gefahr und findet dank seines guten Timings immer wieder gute Positionen.“
Am späten Montagabend verkündete der St.-Pauli-Kapitän freudige Nachrichten auf seinem Instagram-Profil. Zusammen mit seiner Frau postete er ein Bild mit Ultraschallaufnahme und Babybauch.
Die beiden kommentierten das Bild schlicht mit „Oh, Baby!“. Die Verkündung löste in den Kommentaren zahlreiche Glückwünsche aus.
Irvine, der aufgrund der Weltmeisterschaft zuletzt noch Urlaub hatte, wird in den kommenden Tagen wieder zum Team stoßen. Ob er weiterhin Kapitän bleibt, ist noch offen.
Er bleibt in Deutschland: Nach seinem Abschied vom FC St. Pauli hat Abwehrspieler Karol Mets (33) einen neuen Club gefunden. In der kommenden Saison wird er für den VfL Bochum in der 2. Bundesliga auflaufen.
„Mit ihm holen wir einen echten Führungsspieler, der unserer Abwehr durch seine Präsenz sofort mehr Stabilität verleiht. Karol bringt internationale Erfahrung sowie die Qualität, Ruhe und Mentalität mit, die wir für diese Position gesucht haben“, erklärte VfL-Sportdirektor Simon Zoller (35), der bereits mit Mets beim FC St. Pauli zusammengespielt hatte.
Der Verteidiger selbst betonte: „Simon Zoller hat mir viel Positives über den VfL erzählt. Das Stadion entspricht ganz meinem Geschmack: eng und kompakt, die Fans sind nah an der Mannschaft – ich freue mich jetzt schon auf die Spiele hier. Zuvor gilt es aber, hart zu trainieren, denn die 2. Bundesliga ist ein sehr anspruchsvoller Wettbewerb“ – in dem Mets auch auf seinen ehemaligen Klub treffen wird.
Fans können planen: Die DFL gab am Mittwoch die genauen Anstoßzeiten der Spieltage 3 bis 6 bekannt. Darunter findet sich auch das Spitzenspiel, bei dem der FC St. Pauli am Samstagabend den VfL Wolfsburg empfängt.
Zusätzlich müssen die Kiezkicker an zwei weiteren Spieltagen sonntags am Nachmittag und abends antreten.
Hier die Übersicht der Ansetzungen:
Ein neuer Lebensabschnitt beginnt: Nach seinem Abschied vom FC St. Pauli hat Torwart Nikola Vasilj (30) offenbar einen neuen Verein gefunden. Medienberichten zufolge wechselt der bosnische Schlussmann zu Al Diriyah in Saudi-Arabien.
Demnach hat der 30-Jährige bereits den Medizincheck hinter sich gebracht und einen Vertrag über zwei Jahre unterschrieben.
Für St. Pauli bestritt Vasilj in fünf Jahren insgesamt 167 Pflichtspiele. 2024 stieg er mit den Kiezkickern in die Bundesliga auf, in der vergangenen Saison erfolgte wieder der Abstieg. Danach gab er seinen Abschied bekannt.
Und das nächste Testspiel steht fest: Am 19. Juli tritt der FC St. Pauli im Rahmen des Trainingslagers in Flachau (17. bis 25. Juli) gegen den kroatischen Erstligisten HNK Gorica an.
Das Spiel im Winkelhofer Stadion in Grödig wird um 16 Uhr angepfiffen, teilte der Verein am Freitag mit.
Somit bestreiten die Braun-Weißen in Österreich zwei Testspiele. Das zweite Duell ist bereits für den 24. Juli gegen den AFC Bournemouth angesetzt.
Transfer-News vom Millerntor: Der schwedische Offensivspieler Branimir Hrgota (33) verstärkt die Kiezkicker zur neuen Saison.
Der gebürtige Bosnier war zuletzt vereinslos und wechselt daher ablösefrei nach Hamburg. Hrgota bringt 14 Jahre Erfahrung im deutschen Profifußball mit. 2012 wechselte er zur Bundesliga bei Borussia Mönchengladbach, vier Jahre später zog es ihn zu Eintracht Frankfurt und 2019 schließlich zur SpVgg Greuther Fürth. Dort absolvierte er sieben Spielzeiten, von denen er sechs als Kapitän sein Team anführte.
Sportdirektor Andreas Bornemann (54) zeigt sich erfreut über den Zugang und bezeichnet Hrgota als vielseitigen Spieler, der die Offensivoptionen des FC St. Pauli erweitert. Auch Hrgota, der am Millerntor bereits häufig als Gast spielte, freut sich auf seine neue Herausforderung in Hamburg.
Cheftrainer Marcel Rapp (47) lobte den Neuzugang: „Branimir weiß genau, worauf es in der Liga ankommt. Er ist ein sehr intelligenter Spieler, der Räume erkennt und durch seine Technik auch unter Druck immer wieder Lösungen findet, selbst den Abschluss sucht oder seine Mitspieler einsetzt. Zudem ist seine Qualität bei Standardsituationen eine große Stärke.“
Von null auf hundert: Der FC St. Pauli startet mit einer kurzen Vorbereitungswoche in die neue Zweitliga-Saison. Am Dienstag gab die DFL die genauen Anstoßzeiten der ersten beiden Spieltage bekannt.
Die Saison beginnt für den FCSP am Sonntag, 9. August, um 13:30 Uhr mit dem Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth. Bereits fünf Tage später, am Freitag, 14. August, steht um 18:30 Uhr das Auswärtsspiel bei Holstein Kiel auf dem Programm.
Die Termine für die Spieltage 3 bis 6 werden laut DFL in der kommenden Woche festgelegt.
„Das ist ein ungeheuerlicher politischer Eingriff“, bezeichnete St.-Pauli-Präsident und Vizepräsident des DFB, Oke Göttlich (50), in einem Interview mit dem NDR die Entscheidung der FIFA, nachträglich die Rote Karte gegen US-Stürmer Fabian Balogun (35) aufzuheben – eine Maßnahme, die er auch mit der Einflussnahme von Donald Trump (70) in Verbindung bringt.
„Autokraten greifen hier maßgeblich in die Entscheidungsfreiheit des unabhängigen Fußballs ein, und das ist schlichtweg unerträglich“, kritisierte Göttlich weiter. Er bezeichnete die Glaubwürdigkeit der FIFA und insbesondere ihres Präsidenten Gianni Infantino (56) als „Desaster“. „Der Fußball verliert an Vertrauen. Das ist ein Einschnitt, den man nicht akzeptieren darf. Deshalb muss dringend etwas geschehen!“
Zweiter Erfolg im zweiten Testspiel: Nachdem der FC St. Pauli am Samstag Altona 93 mit 6:2 besiegte, gewann das Team am Sonntag mit 3:1 bei Kickers Emden.
Vor 3500 Zuschauern im Ostfriesland-Stadion gingen die Gastgeber durch einen Treffer von Luc Ihorst in der 13. Minute in Führung. Anschließend drehten die Kiezkicker die Begegnung dank Toren von Taichi Hara (28.), U23-Stürmer Haron Sabah (46.) und Martijn Kaars (75.).
So lief die Aufstellung des FC St. Pauli auf:
Erste Halbzeit: Voll – St. John, Mathisen, Nemeth – Saliakas (30. Schmitz), Fujita, Klein, Oppie – Jones (30. Sabah), Hara, Banks
Zweite Halbzeit: Voll – Westphal, Andō, Ritzka – Pyrka, Rasmussen, Schmidt, Schmitz (60. Schmidt), Ahlstrand – Kaars, Ceesay
Tabelle 2. Bundesliga
Die Bedeutung der Tabelle der 2. Bundesliga ist wie folgt: Der Erstplatzierte am Ende der Saison wird Meister der Zweiten Liga und steigt direkt in die Bundesliga auf. Das gilt ebenso für den zweiten Rang. Der Drittplatzierte muss in der Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga antreten, um den Aufstieg oder Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse zu klären.