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„Kennt jetzt Pogačars Hinterteil“: Radsport-Ikone kritisiert Riesentalent für Teilnahme an der Tour de France

Frankreich – Klare Worte! Paul Seixas zählt zu den größten Nachwuchshoffnungen im Radsport weltweit. Mit seinen erst 19 Jahren nahm der junge Franzose kürzlich an der Tour de France teil und erzielte dabei einen beachtlichen vierten Rang. Dennoch sieht eine Radsport-Legende die frühe Teilnahme des Ausnahmetalents als Fehler an.

„Was hat er denn bei dieser Tour wirklich gelernt?“, fragte sich der ehemalige Profi und Funktionär Cyrille Guimard (79) im Gespräch mit „CyclismActu“. „Ich verrate euch, was er mitgenommen hat: Er kennt jetzt Pogačars Hinterteil ganz genau – und auch das von Del Toro.“

Der Slowene Tadej Pogačar (27) beherrschte die Tour nahezu nach Belieben und sicherte sich mit fünf Etappensiegen seinen fünften Gesamtsieg. Isaac Del Toro (22) aus Mexiko wurde Dritter und verdrängte Seixas damit in der Gesamtwertung auf den fünften Platz.

Guimard, der ebenfalls aus Frankreich stammt, hätte es bevorzugt, wenn der junge Fahrer seinen Debütstart verschoben hätte, um mit besseren Chancen auf den Gesamtsieg anzutreten.

„Geduld zahlt sich aus und geht nicht verloren“, erklärte der 79-Jährige. „Er nimmt an einer Tour teil, bei der klar ist, dass ein Fahrer das Rennen dominieren wird – und zwei oder drei weitere mindestens auf seinem Level sind, wenn nicht sogar stärker“, begründete er seine Ansicht.

Trotz des mehr als respektablen vierten Platzes sei Seixas aus Guimards Sicht im Grunde seine Zeit vergeudet worden.

„Er hat die gesamte Tour im Windschatten der Favoriten verbracht und kennt deren Fahrstil und Taktik nun genau“, kritisierte der siebenfache Etappensieger der TdF und langjährige Sportliche Leiter mehrerer Teams.

„Und was hat er daraus gelernt? Dass die Tour hart ist. Man muss nicht erst teilnehmen, um das zu wissen“, ergänzte der Franzose. „Er sollte auf den richtigen Zeitpunkt warten, an dem er reif genug ist, um die Tour zu gewinnen.“

Seixas hingegen bewertet seine Frankreich-Rundfahrt nach dem knapp verpassten Podiumsplatz hinter Del Toro ganz anders.

„In ein paar Tagen, wenn ich zurückblicke, wird das definitiv etwas sein, worauf ich stolz sein kann. Natürlich ist das verpasste Podium enttäuschend“, sagte der 19-Jährige unmittelbar nach dem Rennen. „Aber ich bin stolz auf meine Leistung bei dieser Tour.“