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Polizist soll an Fan-Krawallen im Olympiastadion beteiligt gewesen sein: LKA ermittelt!

Von Stefan Kruse

Berlin – Ein Beamter der Berliner Polizei steht im Verdacht, an den Hooligan-Angriffen auf Einsatzkräfte im Berliner Olympiastadion mitgewirkt zu haben.

Das Landeskriminalamt Berlin hat laut einer Mitteilung der Polizei Ermittlungen gegen den Polizisten wegen einer möglichen Verwicklung in eine "gewalttätige Auseinandersetzung" im Westend aufgenommen.

Auf Nachfrage bestätigte ein Sprecher der Polizei, dass die Vorwürfe im Zusammenhang mit den Fan-Unruhen am 17. Januar beim Spiel Hertha BSC gegen FC Schalke 04 stehen.

Im Rahmen der Untersuchungen zu den Ausschreitungen startete die Polizei am vergangenen Mittwoch eine Öffentlichkeitsfahndung mit Bildern von 18 mutmaßlichen Tätern. Mittlerweile seien zehn Verdächtige identifiziert, darunter auch der besagte Polizeibeamte, so der Sprecher.

Der Beamte soll während der Krawalle nicht im Dienst gewesen sein. Gegen ihn werden zudem disziplinarrechtliche Schritte geprüft.

Während des Fußballspiels am 17. Januar kam es an den Eingängen des Olympiastadions sowie im Bereich der Ostkurve zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Nach Angaben der Polizei wurden die Einsatzkräfte von einer größeren Personengruppe unter anderem mit Gegenständen beworfen.

Mehrere Polizisten wurden dabei verletzt, auch einige Hooligans erlitten Verletzungen. Die Ermittlungen richten sich unter anderem gegen den Tatvorwurf des Landfriedensbruchs.