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Polizeibilanz zum Westsachsen-Derby in Zwickau: Pyrotechnik wurde zu den Gästefans geworfen

Zwickau – Beim Derby zwischen dem FSV Zwickau und dem FC Erzgebirge Aue waren am Samstag zahlreiche Polizeikräfte im Einsatz. Am Abend zog die Polizeidirektion eine erste Bilanz zum Verlauf des Tages.

Bereits zu Beginn kam es zu einem Eingreifen der Polizei, als beide Fangruppen versuchten, gezielt aufeinander loszugehen.

Nach Angaben der Polizei formierte sich eine etwa 140-köpfige Gruppe, die den Heimfans zugeordnet werden konnte. Auf ein zuvor gegebenes Signal hin maskierten sich die Personen und bewegten sich mit Entschlossenheit in Richtung der eintreffenden Gästefans sowie der von der Polizei errichteten Absperrung zur Trennung der beiden Fangruppen.

Die Zwickauer Anhänger hatten dabei Pyrotechnik dabei, die sie entzündeten und in Richtung der gegnerischen Fans warfen.

Dank des schnellen Eingreifens der Einsatzkräfte vor Ort konnte ein direkter Zusammenstoß der Gruppen durch den Einsatz unmittelbaren Zwangs verhindert werden.

Obwohl sich die Heimfan-Gruppe daraufhin auflöste, gelang es den Beamten im weiteren Verlauf, Teile der Gruppe erneut zu stellen.

Bei 60 Personen wurden anschließend Identitätskontrollen durchgeführt, sie erhielten einen Platzverweis. Darüber hinaus verhängte der Veranstalter für die Dauer der Partie ein Hausverbot. Ermittlungen wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs wurden eingeleitet.

Die Gästefans wurden derweil von der Polizei zurückgedrängt und begaben sich anschließend zum eigens vorgesehenen Gästeeingang.

Während der Begegnung herrschte auf beiden Seiten eine aufgeheizte und emotionale Stimmung. Wiederholt wurden von beiden Fangruppen pyrotechnische Gegenstände gezündet. In einem Fall wurde dabei ein Ordner leicht verletzt.

Trotz der angespannten Atmosphäre blieb das Spielverlauf insgesamt friedlich. Körperliche Auseinandersetzungen traten nicht auf und auch die Abreise verlief ohne nennenswerte Zwischenfälle.

Die Rivalität zwischen den beiden Vereinen aus Westsachsen besteht bereits seit vielen Jahren und führt immer wieder zu Konflikten zwischen den Fangruppen.

So verwundert es nicht, dass an diesem Samstag rund 600 Polizeibeamte im Einsatz waren. Die Polizeidirektion Zwickau wurde dabei von Kräften weiterer Polizeidirektionen, dem Polizeiverwaltungsamt, der Bundespolizei sowie der Bereitschaftspolizei unterstützt.

Zum Einsatzmaterial gehörten unter anderem ein Polizeihubschrauber, ein Sensocopter sowie Einheiten der Reiterstaffel und einer Schutzhundestaffel. „In der unmittelbaren Umgebung des Stadions waren zudem Wasserwerfer stationiert, deren Einsatz jedoch nicht notwendig wurde“, berichtete die Polizei.