Enge Platzverhältnisse stoppen FCM nicht: „So etwas habe ich bisher nicht erlebt“
Magdeburg – Nach dem gelungenen Auftakt in den DFB-Pokal, bei dem der 1. FC Magdeburg den Bahlinger SC mit 4:0 bezwang, können die Spieler durchaus stolz auf ihre Leistung sein. Ein leichter Sieg war die Begegnung jedoch keineswegs.
„Bahlingen hat uns definitiv gefordert“, resümierte FCM-Trainer Petrik Sander (65) nach dem Erfolg gegen den Oberligisten. „Wir haben uns aber gut dagegen behauptet.“ Für den Einsatz des Gastgebers zollte der 65-Jährige im Anschluss sogar Anerkennung:
„Zunächst muss man Bahlingen ein großes Lob aussprechen, denn es ist nicht selbstverständlich, unter diesen Bedingungen Fußball spielen zu wollen.“ Dass es auf beiden Seiten nicht immer rund lief, führte Sander vor allem auf die Platzverhältnisse zurück:
„Der Rasen hat Fußball kaum zugelassen. In dieser Ausprägung habe ich das bisher noch nicht erlebt. Wenn man ordentlich spielen möchte, braucht man einen anständigen Platz – und das war hier definitiv nicht der Fall. Das entspricht nicht den Anforderungen, die man an eine erste Pokalrunde im DFB-Pokal stellt“, zeigte sich der FCM-Coach nach dem Spiel enttäuscht.
Letztlich war es vor allem die hohe Effizienz seiner Mannschaft, die das Spiel in Baden-Württemberg doch souverän entschied. Ein erwarteter Tore-Wert (xG) von 3,72 unterstreicht die gute Leistung des FCM.
Der Bahlinger SC hatte zwar zwischendurch gute Phasen, doch Magdeburg verteidigte geschlossen und kompakt und blieb erneut ohne Gegentor. „Dass wir zwei Partien in Folge zu Null gespielt haben, wird uns auch in der Liga weiterhelfen“, erklärte Torwart Dominik Reimann (29).
Auch der Schlussmann räumte ein, dass der Auftritt seiner Mannschaft zwar kein Fußballfeuerwerk war, aber effektiv: „Am Ende zählt nur der Sieg. Jetzt sind wir froh, eine Runde weiter zu sein“, sagte der Kapitän nach dem Spiel. Die Auslosung für die nächste Pokalrunde findet am 5. September statt.
Am kommenden Wochenende geht es für die Mannschaft aus der Elbestadt in der Liga weiter. Am Sonntag um 13.30 Uhr empfängt das Team von Petrik Sander in der heimischen Avnet Arena Holstein Kiel.