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„Die können das“: FCM-Coach Sander ruft trotz Niederlage zur Gelassenheit auf

Von Malte Zander

Magdeburg – Symbolträchtig war es, dass FCM-Sportdirektor Peer Jaekel (44) als Erster nach der herben 1:6-Pleite zum Saisonauftakt gegen Eintracht Braunschweig in der Mixed Zone Stellung bezog.

Mit seinem Auftritt wollte der Sportdirektor nicht nur hinter Mannschaft und Trainer stehen, sondern offenbar auch frühzeitig aufkeimende Diskussionen über Personal, Spielstil und Einstellung eindämmen.

„Wenn man die ersten 90 Minuten der Saison betrachtet, hätte es kaum einen schlechteren Start geben können. Für mich waren die ersten 30 Minuten bis zur roten Karte sogar schlimmer als das, was danach folgte“, begann Jaekel, gab jedoch zu, keine Erklärung für die wenig couragierte Vorstellung der Mannschaft parat zu haben.

Bereits bei der anschließenden Pressekonferenz war Trainer Petrik Sander (65) anwesend. Er entschuldigte sich zunächst ungewöhnlich offen für die gezeigte Leistung und benannte anschließend unverblümt die Schwachstelle: „Wir wirkten von Beginn an verunsichert. Einen konkreten Grund kenne ich nicht – aber ich habe eine Vermutung. Ich glaube, einige Spieler hatten andere Erwartungen im Kopf und sind dann umso härter auf den Boden der Tatsachen aufgeschlagen.“

Sportdirektor, Trainer sowie Spieler betonten jedoch einstimmig, dass es jetzt wichtig sei, nicht alles schwarz zu malen. „Wir sind fest von unserem Weg überzeugt“, hieß es übereinstimmend.

Jaekel wollte keine einzelnen Mannschaftsteile hervorheben oder von der schwachen Gesamtleistung ausnehmen.

Magdeburg fand zu keinem Zeitpunkt zu seinem gewohnt kontrollierten Ballbesitzspiel und unterlief stattdessen immer wieder schwerwiegende Fehlpässe, die Braunschweig gnadenlos ausnutzte.

„Entscheidend ist jetzt, wie wir mit dieser Situation umgehen. Genau daran müssen wir diese Woche arbeiten, damit wir in Osnabrück vielleicht einen Neuanfang in der Saison starten können“, erklärte Vize-Kapitän Tobias Müller (32).

Die Niederlage müsse schnell verarbeitet werden, da solch ein Spiel eine Mannschaft sonst nachhaltig schwächen könne.

Angesichts des schwachen Saisonstarts in der Vorsaison, der vielen Magdeburger noch im Gedächtnis ist, müssen die Elbestädter bis zum ersten Auswärtsspiel in Osnabrück dringend Selbstvertrauen, Präzision und Tempo zurückgewinnen.

Umfassende personelle Veränderungen lehnte Sander ab: „Wir haben dieses Team und die Jungs können das. Das haben sie doch bereits bewiesen.“