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Olympiasiegerin trainierte nur wenige Stunden zuvor hier: Biathlon-Anlage von Hochwasser verwüstet

Antholz (Italien) – Am Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2026 herrscht Chaos nach einer Naturkatastrophe! Das Biathlon-Zentrum in Antholz wurde am Freitagabend von einem Murenabgang heimgesucht und überflutet. Glücklicherweise befanden sich zu diesem Zeitpunkt keine Sportler mehr vor Ort, sodass keine Verletzten zu beklagen sind.

Wie unter anderem "Südtirol News" berichtet, trat gegen 18 Uhr der Riepenbach, der vom Berg Hochgall ins Tal fließt, über die Ufer. Dabei wurden Schlamm, Steine, Holz und weiteres Geröll in normalerweise trockene Gebiete gespült.

Die Flutwelle erfasste anschließend insbesondere die Südtirol Arena, die als mobile Tribüne für Zuschauer dient, sowie den angrenzenden Parkplatz.

Bereits am Abend des gleichen Tages begannen die Freiwillige Feuerwehr Antholz Mittertal, die Wildbach- und Lawinenverbauung sowie der Straßendienst mit den Aufräumarbeiten. Für diese Maßnahmen musste die Antholzer Straße vorübergehend gesperrt werden.

Weder Personen noch Fahrzeuge wurden bei diesem Naturereignis beschädigt. Unter den betroffenen Sportlerinnen befanden sich Italiens Skijägerinnen, darunter die Verfolgungs-Olympiasiegerin Lisa Vittozzi (31) und Staffel-Weltmeisterin Hannah Auchentaller (25), die nur wenige Stunden vorher noch auf dem Gelände trainiert hatten.

"Sie erfuhren erst abends in ihrer Unterkunft von dem Murenabgang", erklärte Italiens Biathlon-Chef Klaus Höllrigl (46) gegenüber "SportNews.bz".

Auch der entstandene Schaden am Wintersportzentrum, wo die Biathlon-Wettbewerbe der Olympischen Winterspiele 2026 in Italien ausgetragen werden, wird als überschaubar eingeschätzt.

Demnach bleiben sowohl die Rollerbahn als auch der Schießstand weiterhin funktionsfähig. Das italienische Damen-Team bereitet sich aktuell noch bis zum 6. August in Antholz auf die kommende Saison vor, während die Herren um Tommaso Giacomel (26) in Obertilliach in Osttirol trainieren.

"Die kommenden Stunden werden zeigen, an welchen Orten und wie wir unser Training fortsetzen können", erläuterte Höllrigl die weitere Vorgehensweise in Südtirol. Am Samstag werde der Murenabgang für Vittozzi und ihre Teamkolleginnen jedoch kaum Einschränkungen mit sich bringen, da "wir ohnehin geplant hatten, längere Ausdauereinheiten außerhalb des Biathlon-Zentrums zu absolvieren", so der 46-Jährige.