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Ticket-Desaster nach langer Anreise: Club sperrt eigene Anhänger kurz vor Spielbeginn aus

Marseille (Frankreich) – Über 1600 Kilometer umsonst gereist! Für rund 1000 Fans von Olympiakos Piräus entwickelte sich der XXL-Ausflug nach Frankreich zu einem totalen Reinfall.

Nur etwa einen Tag vor dem Europa-League-Spiel gegen Olympique Marseille am Donnerstagabend (Anpfiff 21 Uhr) annullierte der griechische Traditionsverein sämtliche Eintrittskarten, die seine Fans zuvor erworben hatten.

Die überraschende Nachricht veröffentlichte der Verein aus Athen auf seiner offiziellen Webseite.

Als Grund für die kurzfristige Absage nannte die Vereinsleitung eine am Mittwoch abgehaltene Sicherheitsbesprechung, die zu diesem Entschluss führte.

Nach Medienberichten lag die Ursache in der angespannten Lage im Land. Aufgrund der seit Mitte September andauernden Schülerproteste in Teilen Frankreichs stünden nicht ausreichend Polizeikräfte zur Verfügung, um die Sicherheit bei der Partie zu gewährleisten.

Besonders ärgerlich: Zuvor hatten mehrere Online-Medien unter Berufung auf offizielle Stellen noch berichtet, dass die Fans von Piräus Zugang zum Stadion erhalten würden. Sogar ein detailliertes Sicherheitskonzept lag bereits vor.

Vorgesehen war, die Gästefans an einem separaten Treffpunkt zu versammeln und sie von dort aus unter Polizeibegleitung mit der Metro zum Stade Vélodrome zu bringen. Zur Absicherung sollten unter anderem auch Hubschrauber eingesetzt werden.

Doch dieser Plan wurde nun verworfen. Für die Anhänger der "Erythrolefki" bedeutet das Enttäuschung statt Europapokal-Atmosphäre.