Olympia-Traum erneut geplatzt: Große Enttäuschung und ein Funken Hoffnung in Markkleeberg
Markkleeberg/München – Am Samstagnachmittag richteten sich die Augen in Markkleeberg gespannt auf Baden-Baden, wo der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) eine wegweisende Entscheidung traf: Deutschland wird mit München in den Wettbewerb um die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 gehen – die Region Köln-Rhein-Ruhr geht damit leer aus. Dadurch bleibt auch der Kanupark Markkleeberg, nachdem Berlin seine Bewerbung bereits zurückgezogen hatte, erneut ohne Chance. Der Traum ist vorerst ausgeträumt.
„Natürlich sind wir enttäuscht“, erklärte Markkleebergs Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) unmittelbar nach dem Votum im Gespräch mit TAG24. „Aus sportpolitischer Sicht halte ich diese Entscheidung für falsch. Köln-Rhein-Ruhr hätte den Vorteil einer gesamtdeutschen Bewerbung geboten und mit Warnemünde sowie dem Kanupark auch den Osten Deutschlands eingebunden – das fehlt bei München leider.“
Schütze bedauerte, dass diese historische Gelegenheit nicht genutzt wurde, gratulierte aber dennoch München. Ganz aufgeben wolle man in Markkleeberg jedoch nicht.
„Augsburg hat das Problem, dass dort nicht genügend Wasser vorhanden ist. Bayern müsste daher hohe Investitionen tätigen oder vielleicht doch einmal das Gespräch mit Markkleeberg suchen“, so der Oberbürgermeister. „Wir sind bereit, unseren Kanupark zur Verfügung zu stellen, auch wenn München den Zuschlag erhalten hat. Vielleicht überdenkt man die Entscheidung ja noch einmal.“
Auch Stefan Schedler, Leiter des Olympiabüros der Stadt Leipzig, zeigte sich nach der DOSB-Entscheidung niedergeschlagen.
„Es ist ohne Zweifel eine schwere Woche“, sagte Schedler gegenüber TAG24. „Die Enttäuschung ist groß, besonders weil Berlin seine Bewerbung zuvor zurückgezogen hatte. Meiner Ansicht nach war dieses Konzept das aussichtsreichste und international am vielversprechendsten.“
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) wird erst 2029 die endgültige Vergabe der Sommerspiele treffen. Bis dahin wird noch viel Wasser durch den Kanupark in Markkleeberg fließen.