Olympia-Bronzemedaillengewinnerin muss wiederbelebt werden, verliert aber nicht ihren Humor: „Hat gleich gefragt, ob sie gewonnen hat“
Raleigh (USA) – Nach großer Besorgnis gibt es nun vorsichtige Erleichterung! Die US-amerikanische Mittel- und Langstreckenläuferin Jenny Simpson (39) brach am Dienstag während einer Laufveranstaltung zusammen und musste reanimiert werden. Ihr Arbeitgeber äußerte sich inzwischen zum Gesundheitszustand der Olympia-Dritten von 2016 und gab eine leichte Entwarnung.
„Jenny befindet sich weiterhin in medizinischer Behandlung, zeigt jedoch ermutigende Fortschritte und beweist die Stärke und Widerstandskraft, die sie seit Langem auszeichnen“, teilte „Fleet Feet“ auf Instagram mit.
Die 39-Jährige ist mittlerweile bei dem US-Sportartikelhändler als Leiterin der Laufabteilung tätig. Anfang der Woche war sie bei einem Meilenrennen in Raleigh, North Carolina, als Tempomacherin im Einsatz, als sie unerwartet zusammenbrach, berichtete die „Associated Press“.
Laut Angaben musste die Weltmeisterin über 1500 Meter noch vor Ort reanimiert werden, wobei auch ein automatisierter Defibrillator zum Einsatz kam. Im Anschluss wurde sie in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht.
Joey Pointer, CEO von „Fleet Feet“, war währenddessen stets an ihrer Seite und verbrachte die Nacht in der Klinik, bis ihre Familie am Mittwochmorgen eintreffen konnte.
Trotz der ernsten Lage hat Simpson offenbar ihren Humor bewahrt: „Wie sie eben ist, erkundigte sie sich gleich nach ihrer Laufzeit und ob sie gewonnen hätte“, berichtete ihr Arbeitgeber.
Der Veranstalter des Laufevents dankte zuvor in einer Stellungnahme allen Ersthelfern und dem Rettungsdienst, die die Situation mit großer Sorgfalt, Schnelligkeit und Professionalität meisterten.
Simpson war fast zehn Jahre lang auf höchstem Niveau im Laufsport aktiv, stellte mehrere nordamerikanische Rekorde auf und nahm dreimal an den Olympischen Sommerspielen (2008, 2012, 2016) teil.
Bei den Spielen in Rio gewann sie die Bronzemedaille über 1500 Meter und hatte bereits fünf Jahre zuvor bei den Weltmeisterschaften in Daegu (Südkorea) über dieselbe Distanz den Weltmeistertitel errungen.