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Nach Rückstufung auf Platz zwei: Baumann berichtet von Gespräch mit Nagelsmann

Seefeld (Österreich) – Nur wenige Wochen vor der WM 2026 setzte der damalige Bundestrainer Julian Nagelsmann (39) seinen langjährigen Stammkeeper Oliver Baumann (36) auf die Ersatzbank, um Manuel Neuer (40) aus seinem Rücktritt aus der Nationalmannschaft zurückzuholen. Trotzdem besteht zwischen dem Torwart und dem Coach kein Groll.

Im Rahmen einer Pressekonferenz im Trainingslager von Baumanns Verein, der TSG Hoffenheim, berichtete der 36-Jährige, dass er das Gespräch mit Nagelsmann gesucht und gefunden habe.

„Vor etwa zehn Tagen habe ich mich mit Julian ausgetauscht“, erklärte Baumann am Montag. Nach der WM hätten sie sich zunächst per SMS kurzgehalten und anschließend einen Telefontermin vereinbart.

„Wir haben ungefähr eine Stunde miteinander gesprochen“, verriet der Schlussmann. „Dabei habe ich ihm alles, was mir am Herzen lag, offen mitgeteilt. Das Gespräch verlief sachlich, ohne Emotionen, ohne herablassend oder besserwisserisch zu wirken. Somit ist die Angelegenheit für mich geklärt.“

Details zum Inhalt des Dialogs gab der 13-fache Nationalspieler zwar nicht preis, räumte jedoch ein: „Es tat ihm wirklich leid, wie die Dinge am Ende gelaufen sind.“

Am Verhältnis zwischen Baumann und Nagelsmann habe sich durch die Entscheidung, für die WM Neuer zu nominieren, nichts geändert. Professionell gehe er mit der Situation um: „Wir stehen weiterhin in einem sehr guten Verhältnis zueinander, das war schon immer so. Sportliche Entscheidungen werden akzeptiert, daher betrachte ich das Thema als abgeschlossen.“

Dennoch habe ihn die Degradierung als Hoffenheimer Keeper stark getroffen, wie er ehrlich zugab.

„Natürlich war das ein harter Schlag. Ich hatte dieses große Ziel vor Augen“, erklärte Baumann. Er habe viel mit sich selbst und auch mit seiner Frau gesprochen. Mittlerweile habe er das Ganze „verarbeitet und akzeptiert“, auch wenn es zeitweise schwer war und viel Kraft gekostet hat.

Sein Fokus richtet sich jetzt auf die Zukunft – sowohl mit der TSG als auch in der Nationalmannschaft. Ob er unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp (59) wieder die Nummer eins im Tor wird, steht für den 36-Jährigen noch nicht fest.

„Wir hatten bislang noch keinen Kontakt, aber persönlich ändert sich für mich nichts. Ich bin bereit, freue mich, falls er sich melden sollte, und blicke positiv auf das, was kommt“, unterstrich Baumann.