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20-Millionen-Spieler macht gegen schwache Dynamos den entscheidenden Unterschied

Nürnberg – Mohamed Ali Zoma hat eindrucksvoll gezeigt, warum er mindestens 20 Millionen Euro wert sein soll. Der flinke Nürnberger war für Dynamo Dresden nicht zu stoppen und erzielte beim 3:0 (2:0)-Sieg im Auftaktspiel alle Tore quasi im Alleingang.

Jonas Sterner hatte meist wenig Freude im Duell mit dem Italo-Ivorer und wurde immer wieder schlecht aussehen lassen. Zwar war der Außenverteidiger mit 32,82 km/h der schnellste Dynamo-Spieler im Max-Morlock-Stadion, doch Zoma war noch ein kleines Quäntchen flotter (32,91 km/h).

„Gerade in den ersten Metern merkt man an meiner Position, wie wichtig es ist, sich täglich zu verbessern. Es gibt immer Gegner, die einen überragen. Und heute hatte er einfach einen großartigen Tag“, räumt Sterner ein.

„Ich habe das in meiner Rolle nicht immer gut hinbekommen, besonders beim ersten Gegentor. Da muss ich definitiv noch an mir arbeiten.“

Beim 0:1 (9.) – einem der drei Treffer von Zoma – zeigte sich seine Qualität besonders deutlich, als er den Außenverteidiger der Dresdner einfach stehen ließ und den Ball ins Netz knallte.

Auch beim 0:2 (45.+3) nach einem Schuss an den Pfosten standen Zoma und ein Mitspieler völlig frei. Hier war vor allem schnelles Handeln gegen den Gegenspieler gefragt. Den dritten Treffer (0:3, 75.) verwandelte er als Elfmeter-Schütze, wobei ihm der Vorteil zugutekam, als er als Erster den Abpraller verwertete.

Sterner war zu diesem Zeitpunkt bereits ausgewechselt, da er seit einigen Tagen Wadenschmerzen hatte, die sich jetzt bemerkbar machten. Sein Ersatz, Simon Straudi – eigentlich spielstärker – verursachte durch eine unglückliche Zweikampfaktion den Strafstoß.

„Es fehlte einfach der letzte Punch, vielleicht auch die erste Aktion im Spiel. Wäre diese auf unserer Seite gewesen, hätte das Spiel einen anderen Verlauf genommen. Klar, wenn der erste Schuss sitzt, sieht alles anders aus“, ärgerte sich Sterner.

Dabei hätte Jakob Lemmer bereits nach neun Sekunden treffen können.

Der Außenbahnspieler vergab auch in der zehnten Minute eine gute Chance. Sterner kommentierte: „Wir müssen dann schauen, wie wir darauf reagieren, anders spielen und mit mehr Selbstvertrauen auf den Platz gehen.“

Vor allem aber gilt es für den Außenverteidiger und seine Mitspieler, diesen schweren Rückschlag erst einmal zu verkraften.

„Ein 0:3 zu verlieren, ist immer hart. Aber wir werden die Partie genau analysieren, nächste Woche neu angreifen und dann wieder Spiele gewinnen.“