Niners beenden Zusammenarbeit mit Nationalspieler Mushidi: „Es war an der Zeit für einen Neuanfang“
Chemnitz – Rechtzeitig zum Beginn der Vorbereitung haben die Niners die letzte offene Personalfrage geklärt. Der Vertrag mit Kostja Mushidi (28) wurde vorzeitig beendet. Der Nationalspieler war vor einem Jahr vom Bundesliga-Absteiger Göttingen nach Chemnitz gewechselt und hatte eigentlich bis 2027 unterschrieben.
Demnach wird Trainer Rodrigo Pastore (53) die Saisonvorbereitung mit einer komplett neuen Mannschaft starten. Einziger Spieler aus dem Vorjahr, der weiterhin dabei ist, ist Nachwuchstalent Luca Kellig (20). Er besitzt eine Doppellizenz, wird mit den Niners trainieren und gleichzeitig bei den Dresden Titans in der ProB Spielpraxis sammeln.
„Zyklen gehen zu Ende. Wir hatten großartige Jahre, doch nun war es Zeit für einen Neuanfang“, erklärte Niners-Geschäftsführer Steffen Herhold am Mittwoch gegenüber TAG24.
Beim Trainingsauftakt nahmen elf Neuzugänge teil, darunter auch Rückkehrer Darion Atkins (33). Der US-Amerikaner hatte bereits in der Saison 2021/22 sehr erfolgreich für die „Orange Army“ gespielt und soll eine zentrale Rolle übernehmen. Lediglich Phlandrous Fleming (27) fehlte, da er sich noch auf dem Weg nach Chemnitz befand.
„Wir haben jetzt keine Altlasten mehr aus der Vergangenheit, sondern die große Chance, etwas Neues zu gestalten. Mit der Niners-Kultur und DNA, die uns all die Jahre ausgezeichnet hat. Das wird neben der athletischen und basketballerischen Weiterentwicklung in den kommenden sechs Wochen die große Herausforderung sein“, so Herhold.
Die Enttäuschung über den zwölften Platz in der vergangenen BBL-Saison war groß und beim Niners-Chef am Mittwoch weiterhin spürbar.
„Wir zeigten zwei Gesichter. Im EuroCup haben wir die Debüt-Saison sehr gut gemeistert. In der Bundesliga blieben wir allerdings hinter den Erwartungen zurück. Entscheidend wird sein, Resilienz und Mentalstärke zu entwickeln, um den nächsten Schritt zu gehen. Wir wollen in beiden Wettbewerben erfolgreich sein. Unsere Fans sollen stolz auf das Team sein. Das hat oberste Priorität“, betonte Herhold.