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Nach Angriff auf Hagen: Niners-Playmaker Williams muss im EuroCup nicht aussetzen

Chemnitz – Innerhalb von 48 Stunden absolvierten die Niners zwei Spiele, die jeweils in die Verlängerung gingen – somit verließen sie Chemnitz am Montag alles andere als erholt. Über Prag reisten sie noch am selben Tag in den Nordwesten der Türkei. Dort tritt das Team von Trainer Rodrigo Pastore (54) am Dienstagabend beim BKT EuroCup gegen Tofas Bursa an.

Das Team muss sich in diesem Wettbewerb weiter steigern, denn im komplett neu zusammengesetzten Niners-Kader läuft es noch nicht rund. Die Leistungsschwankungen innerhalb der Begegnungen sind zu groß.

„Wir müssen diesen Entwicklungsprozess durchlaufen und unsere Vorstellung Schritt für Schritt besser umsetzen – wie dieses Team spielen kann und soll“, erklärte Pastore.

Den missglückten Saisonstart konnten seine Spieler am Sonntag in der überraschend nur knapp 4000 Zuschauer fassenden Messe Chemnitz in letzter Sekunde abwenden. Zwischenzeitlich lagen die Niners gegen den Aufsteiger Phoenix Hagen mit 19 Punkten im Rückstand. In der Verlängerung setzte sich Chemnitz mit 94:93 durch.

Pastore kommentierte: „Der Gegner hat uns klar gezeigt, dass Einsatz über den Ausgang entscheidet. Davon haben wir in der ersten Halbzeit zu wenig gezeigt. In der zweiten Hälfte und vor allem in der Verlängerung wurde deutlich, was möglich ist, wenn alle fünf Spieler auf dem Feld wirklich alles geben.“

Der Trainer lobte zudem seine drei Guards, „die in Hamburg noch nicht ihr volles Potential abrufen konnten, gegen Hagen aber deutlich besser auftraten. Dennoch ist noch Luft nach oben.“

In den kommenden Bundesliga-Partien muss Chemnitz ohne einen seiner drei Aufbauspieler auskommen: Cobe Williams (26) verlor drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit die Beherrschung.

Der US-Amerikaner griff seinen Gegenspieler Adam Kunkel (26) an den Hals und wurde vom Feld verwiesen.

International bleibt Williams weiterhin spielberechtigt. Wie bedeutend seine Rolle im Team ist, zeigt ein Blick auf die Statistiken.

In den ersten drei BBL-Spielen stand er im Schnitt 27:30 Minuten auf dem Parkett und erzielte 13,3 Punkte pro Spiel.