Niners lassen Sieg gegen Alba Berlin aus der Hand: Trainer Pastore äußert sich
Chemnitz – Mit einer Niederlage sind die Niners in die neue Basketball-Bundesliga-Saison gestartet. Am Freitagabend unterlagen die Chemnitzer beim amtierenden Meister Alba Berlin mit 82:89.
„Für viele unserer Spieler war es das erste Spiel in der BBL – und dann direkt gegen den Titelverteidiger. Unter den gegebenen Bedingungen haben wir uns sehr gut geschlagen“, erklärte Trainer Rodrigo Pastore.
Der Argentinier überraschte mit der Entscheidung, Kapitän Darion Atkins nicht in den Kader zu berufen, und setzte stattdessen auf die Erfahrung des 36-jährigen Urald King. In der Bundesliga dürfen nämlich nur sechs ausländische Spieler im Spieltagsaufgebot stehen.
Vor 9.050 Zuschauern, darunter etwa 700 Fans aus Chemnitz, lag das Team von Pastore zur Halbzeit mit 43:41 vorne und auch zu Beginn des Schlussviertels. BBL-Neuling Jannis von Seckendorff sorgte mit einem „And One“ in der 33. Minute für eine 68:65-Führung der Gäste.
Doch ein 13:0-Lauf der Berliner innerhalb von drei Minuten zum 78:68 drehte das Spiel und stellte die Weichen auf Sieg. Pastore kommentierte: „Wir müssen lernen, über volle 40 Minuten gleichbleibend klug zu agieren. Gegen solche Gegner dürfen wir keine fünf Minuten zulassen, in denen wir die kleinen Details vernachlässigen.“
Auch bei den Auszeiten kritisierte der Argentinier das Verhalten seiner Mannschaft beim Rebound. Alba sicherte sich 21 Offensivrebounds – neun mehr als die Niners – und eröffnete sich so immer wieder zweite Wurfchancen.
Erneut glänzten – wie bereits eine Woche zuvor beim Pokalerfolg gegen Zweitligist Gießen 46ers (77:70) – die Spielmacher Stefan Smith (19 Punkte) und Cobe Williams (18 Punkte).
„Ich bin sehr zufrieden mit dem Teamgeist, dem Einsatz und dem Willen, gemeinsam als Mannschaft Basketball zu spielen. Wir haben Fortschritte gemacht“, zog Pastore ein positives Fazit.
Am Freitag steht für seine Mannschaft bereits das nächste Auswärtsspiel bei den Towers Hamburg auf dem Programm.