Williams gesperrt, Choupas langfristig verletzt – holen die Niners einen neuen Spielmacher?
Chemnitz – Am Sonntagnachmittag steht in Jena ein echtes Derby an: Die Niners Chemnitz treten ab 16.30 Uhr bei Science City an und wollen in der Bundesliga ihren zweiten Saisonsieg einfahren.
Das wird keine leichte Aufgabe. Zum einen, weil die Chemnitzer in den bisher fünf Pflichtspielen der Saison (zwei Siege, drei Niederlagen) nur zeitweise den Basketball gezeigt haben, den der ambitionierte und erfolgsorientierte Trainer Rodrigo Pastore (54) von seinem Team erwartet.
Zum anderen plagt die Gäste ein großes Problem auf der entscheidenden Spielmacherposition. Cobe Williams (26), der im Sommer vom Pokalsieger Bamberg zu den Niners wechselte, muss nach seiner Tätlichkeit im Heimspiel gegen Hagen sowohl am Sonntag in Jena als auch in den kommenden Partien pausieren.
Noch länger fehlt den Chemnitzern der deutsch-französische Guard Yohan Choupas (26). Nach seiner Meniskus-Operation wird er den Verein voraussichtlich mindestens bis zum Jahresende nicht unterstützen können, teilte der Club mit.
Jena hat diese Woche personell nachgerüstet und den US-Amerikaner Sacar Amin (29) verpflichtet, der am Sonntag erstmals für die Korbjäger aufs Parkett gehen soll.
"Mit ihm gewinnen wir einen Spieler, der unserer Guard-Rotation mehr Stabilität verleiht. Er bringt wertvolle Erfahrungen auf höchstem Niveau mit, von denen unser junger Guard-Kern stark profitieren kann", erläuterte Jenas Cheftrainer Steven Esterkamp (45).
Die Niners wiederum haben vorerst von Verstärkungen abgesehen. Die Sperre von Williams über drei Spiele wird als überschaubar bewertet. "Wir setzen auf die Spieler, die aktuell im Kader sind", äußerte sich Niners-Pressesprecher Matthias Pattloch gegenüber TAG24.
Williams wird nach dem Jena-Spiel auch die Partie gegen Bayern München am 10. Oktober sowie das Pokalspiel gegen die Löwen Braunschweig am 18. Oktober verpassen.
Die Anhänger der Niners planen übrigens, am Sonntag in schwarzer Kleidung nach Jena zu reisen. Hoffentlich bleibt ihnen dabei ein enttäuschendes Spiel erspart.