„Äußerst frustrierend“: Niners stecken nach schwachem Saisonstart tief im Tabellenkeller fest
Chemnitz – Nach der 76:82-Niederlage der Chemnitzer Basketballer in Jena sparte Niners-Forward Mateo Seric (27) nicht mit Kritik: „Wir haben beim Rebounding schlecht gearbeitet. Der Gegner bekam zahlreiche zweite Chancen. Ich denke, Jena hat deutlich öfter den Korb attackiert als wir. Die entscheidenden Bälle, die 50:50 zu gewinnen waren, gingen alle an Jena. So kann man ein Derby nicht gewinnen. Das ist wirklich sehr ärgerlich!“
Das sorgt nicht nur bei den ehrgeizigen Chemnitzer Spielern für Frust, die nach vier Spieltagen lediglich einen Sieg auf dem Konto haben und sich im Tabellenkeller befinden. Auch die hunderten mitgereisten Fans waren enttäuscht. „Es war richtig beeindruckend, wie viele von ihnen uns unterstützt haben. Umso bitterer, dass wir sie nicht mit einem Erfolg belohnen konnten“, erklärte Seric im Gespräch mit DYN.
Der 27-Jährige, der mit mehr als 140 Einsätzen in der BBL zu den erfahrensten deutschen Spielern im Team von Trainer Rodrigo Pastore (54) zählt, sorgte mit seinem erfolgreichen Dreipunktewurf zum 70:77 nur 79 Sekunden vor Schluss noch einmal für Hoffnung bei den Gästen.
Doch die Thüringer ließen in den letzten entscheidenden Minuten nichts mehr anbrennen und sicherten sich verdient ihren zweiten Saisonsieg.
„In der ersten Halbzeit hatten wir den Ball noch gut unter Kontrolle. Im dritten Viertel jedoch verlor unser Spiel an Stabilität. Wir verloren die Übersicht, und die Ballverluste entwickelten sich zu einem großen Problem“, erklärte Pastore.
„Hinzu kommt unsere anhaltende Schwäche beim Rebounding. Es ist extrem frustrierend zu sehen, wie oft wir dem Gegner zweite oder sogar dritte Wurfmöglichkeiten ermöglicht haben.“
Für das Trainerteam der Niners gibt es also noch viel zu verbessern, zumal bereits am Mittwoch im EuroCup eine weitere Herausforderung wartet.
Ab 19 Uhr empfängt die Messe Chemnitz das litauische Team Neptunas Klaipeda. Noch anspruchsvoller wird dann die nächste Aufgabe in der BBL am Samstag gegen Bayern München.
„Wir verfügen über eine Menge Qualität, die wir phasenweise auch zeigen können. Wir verstehen uns sehr gut untereinander. Wenn wir ein oder zwei Dinge verbessern, dann bewegen wir uns in die richtige Richtung“, so Seric abschließend. „Wir müssen optimistisch bleiben.“