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Trotz Niederlage vor heimischem Publikum: Niners-Anhänger feiern starkes Team gegen Bayern

Chemnitz – „Ich bin stolz auf den Einsatz und die Leidenschaft, die meine Spieler heute gezeigt haben“, erklärte Niners-Coach Rodrigo Pastore (54) am Samstagabend nach der 83:87-Niederlage (Halbzeitstand 50:45) gegen den Vizemeister Bayern München.

Seine Mannschaft hatte zuvor einen intensiven Kampf geliefert und dem klar favorisierten Gegner alles abverlangt. Eine Schwächephase leisteten sich die Niners allerdings direkt nach der Halbzeitpause.

Aus der 50:45-Führung zur Pause wurde innerhalb von nur fünf Minuten ein Rückstand von neun Punkten (52:61).

„Wir wussten, dass Bayern das Tempo anziehen würde. In diesem Moment kamen wir nicht ins Spiel, und ein Spitzenteam wie Bayern bestraft das sofort“, erklärte Mateo Seric (27). Wie schon im EuroCup gegen Klaipeda zeigte auch er eine herausragende Leistung – mit 21 Punkten war er der erfolgreichste Werfer auf dem Feld.

Auf Seiten der Gäste stach Welt- und Europameister Andi Obst (30) hervor, der von seinen insgesamt 16 Punkten allein 14 in der zweiten Halbzeit erzielte.

„Wir haben ein sehr gutes erstes Viertel gespielt und die positive Entwicklung unserer Mannschaft deutlich gesehen. Obwohl Cobe Williams fehlte, hatten wir in der ersten Hälfte 15 Assists bei lediglich vier Ballverlusten und bewegten den Ball exzellent“, lobte Pastore seine Spieler, die einen schweren Start in die BBL-Saison hatten und nach fünf Spieltagen weiterhin auf den zweiten Sieg warten.

Trotz der Niederlage feierten die 4.400 Zuschauer in der Messe Chemnitz Seric & Co. – und das vollkommen zu Recht. Endlich zeigten die Niners, welches Potenzial in ihnen steckt. Und das, obwohl der gesperrte Spielmacher Williams nicht mitwirken konnte.

„Die nächste Herausforderung wird sein, auch größeren Druck auszuhalten, wie ihn die Münchner in der zweiten Halbzeit auf uns ausgeübt haben. Dabei haben wir einige falsche Entscheidungen getroffen“, erläuterte Pastore.

„Defensiv und im Kampf um die Rebounds haben wir noch Luft nach oben. München holte sich zu oft die zweiten Chancen und punktete anschließend. Dennoch blicke ich zuversichtlich nach vorne.“