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„Ein folgenschwerer Fehler!“ Niners-Chef Herhold bedauert Tätlichkeit und Sperre von US-Guard Williams

Chemnitz – Drei Tage nach dem packenden Duell gegen Bayern stehen die Niners am Dienstagabend im BKT EuroCup erneut auf dem Parkett. Diesmal führt sie die Reise nach Italien zu Dolomiti Energia Trento. Die Gastgeber starteten ebenso wie die Chemnitzer mit je einem Sieg und einer Niederlage in die Saison.

Mit von der Partie ist diesmal Cobe Williams (26), der international spielberechtigt ist. Das knapp mit 83:87 verlorene Spiel gegen München musste der US-Amerikaner erneut von der Tribüne aus verfolgen. Auch im Pokal-Achtelfinale am kommenden Sonntag bei den Basketball Löwen Braunschweig wird der Spielmacher der Sachsen nicht mitwirken können.

„Er hat uns wirklich einen Bärendienst erwiesen“, erklärte Niners-Geschäftsführer Steffen Herhold (48) am Rande des Bayern-Spiels bei DYN mit Blick auf die drei Spiele umfassende Sperre der BBL: „Ich kann mir nicht erklären, warum er so ausgerastet ist. So ist Cobe gar nicht.“

Williams, einer der zentralen Akteure im System von Headcoach Rodrigo Pastore (54), ließ sich im Heimspiel gegen Hagen zu einer Tätlichkeit hinreißen.

In Jena – wo das Team mit 76:82 unterlag – und auch gegen Bayern, bei dem die Niners dicht an einer Überraschung dran waren, wurde der US-Guard schmerzlich vermisst. Gleiches gilt für das anstehende Spiel gegen Braunschweig. Die Chemnitzer haben in dieser Saison das Ziel, das Pokal-Final-Four zu erreichen.

Herhold betont deshalb: „Das war ein großer Fehltritt, nicht nur für ihn persönlich, sondern auch für die gesamte Mannschaft. Die Gruppe steht über allem. Cobe geht jedoch verantwortungsvoll mit der Situation um. Er ist sich bewusst, welch gravierenden Fehler er begangen hat und möchte diesen wieder gutmachen.“

Im EuroCup bekommt Williams bereits am Dienstag die Chance dazu. Auf nationaler Ebene wird er erstmals wieder am 26. Oktober beim Auswärtsspiel in Würzburg zum Einsatz kommen.

Erfreulich ist die Reaktion des Teams, das auch ohne Williams gegen Bayern München eine starke Leistung zeigte und drei der vier Viertel für sich entscheiden konnte. Letztlich fehlten den Niners etwas das Wurfglück sowie die nötige Routine.

Pastore dazu: „In der Defensive und im Kampf um die Rebounds sind noch Verbesserungen möglich. München sicherte sich zu oft die zweiten Chancen und verwandelte diese. Trotzdem blicke ich zuversichtlich in die Zukunft.“