Verteidiger oder Sechser? Dynamo-Allrounder Rapp klärt seine bevorzugte Position
Dresden – Beim Testspiel in Teplice (0:2) führte Nicolai Rapp Dynamo als Kapitän aufs Feld. Das unterstreicht seine Bedeutung für Trainer Thomas Stamm (43). Auf dem Platz zog sich der 29-Jährige ganz nach hinten zurück und agierte gemeinsam mit Ahmet Muhamedbegovic (27) als Innenverteidiger. In dieser Rolle zeigte er eine deutlich bessere Leistung als zuletzt auf der Sechser-Position.
Robust im Zweikampf, kompromisslos und mit einer ordentlichen Spielverlagerung überzeugte er. Zwar hätten seine Fouls in einem Pflichtspiel sicherlich Folgen gehabt, doch genau diese Härte benötigt Dynamo gegenwärtig.
Wie sieht es nun mit seiner Position aus? Ist er eher Innenverteidiger oder Sechser? „Ich spiele dort, wo man mich braucht“, antwortet er fast schon routiniert. Fühlt er sich auf einer der beiden Positionen wohler?
„In meiner Laufbahn habe ich beide Positionen häufig bekleidet. Da ‚Kelle‘ angeschlagen ist, stand ich jetzt in der Innenverteidigung, auch während der gesamten Trainingswoche. Natürlich fühle ich mich dort wohl. Es ist zwar ein bisschen anders, aber für mich spielt es keine große Rolle, auf welcher Position ich eingesetzt werde. Wichtig ist, dass ich für die Mannschaft mein Bestes gebe“, erklärt Rapp.
Genau diese Einstellung ist am Samstag bei dem so wichtigen Auswärtsspiel in Osnabrück Voraussetzung, um den zweiten Sieg der Saison einzufahren.
In den vergangenen drei Trainingswochen gab es zudem zahlreiche Gespräche, auch im Mannschaftsrat, dem Rapp angehört.
„Als Mannschaftsrat haben wir in den letzten Wochen einige Gespräche geführt – mit dem Team, mit dem Trainer und mit Sören. Diese verliefen alle sehr positiv“, berichtet er. „Wir ziehen an einem Strang. Die Mannschaft ist sehr geschlossen, da kommt kein Keil zwischen uns.“
Jetzt gilt es für die Mannschaft, das Geübte und Besprochene auf dem Platz umzusetzen. Der Test in Teplice vermittelte diesbezüglich zumindest für Außenstehende wenig Zuversicht.
„Wir hatten viele Chancen, die wir eigentlich nutzen müssen. Der Gegner kam aus dem Spiel heraus zu keiner einzigen Gelegenheit. Das zeigt, dass wir defensiv gut standen und daraus müssen wir Selbstvertrauen schöpfen“, so Rapp.
„Wir müssen einfach wieder einen Sieg landen, ganz egal wie. Ob er verdient ist oder nicht, auch gerne dreckig. Wir brauchen die drei Punkte, dann läuft es wieder.“
Wenn es doch nur so leicht wäre.