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Keine Perspektive bei Frankfurt: Könnte Ngankam eine Option für Hertha sein?

Berlin – Sebastian Grönning (29) lieferte in Bochum die beste Antwort: Der Däne, der überraschenderweise den Vorzug vor Luca Schuler (27) erhielt, erzielte in der 39. Minute den entscheidenden Treffer zum Sieg. Dennoch dürfte der Stürmer bald neue Konkurrenz bekommen.

Hertha BSC ist vor allem auf der Suche nach einem neuen Linksverteidiger, benötigt aber auch Verstärkung im Angriff. „Die Anforderungen sind klar definiert, insbesondere auf den Außenverteidigerpositionen besteht Bedarf“, erklärte Stefan Leitl (48) nach dem Sieg gegenüber Sky. „Ganz vorne brauchen wir einen Spieler, der den Druck auf die Gegner erhöht.“

Doch wer wird der neue Torjäger? Der zuletzt gehandelte Leandro Rousseau (23) scheint nicht nach Berlin zu wechseln. Gustaf Nilsson (29) hat offenbar noch keine Entscheidung getroffen, wohin es ihn als WM-Teilnehmer zieht.

Die B.Z. bringt nun einen bekannten Namen ins Gespräch: Jessic Ngankam (26). Der ehemalige Hertha-Profi spielt bei Eintracht Frankfurt kaum noch eine Rolle und wurde von Trainer Adi Hütter (56) kürzlich in die U21-Mannschaft versetzt. Laut B.Z. sucht er nach einem neuen Verein und könnte sich eine Rückkehr zu Hertha durchaus vorstellen.

In Berlin startete Ngankam seine Profi-Karriere, feierte sein Bundesliga-Debüt im Trikot der Alten Dame, erzielte sein erstes Bundesligator, avancierte zum entscheidenden Spieler und wechselte 2023 für vier Millionen Euro zu Eintracht Frankfurt.

Bei den Hessen wurde der robuste Angreifer jedoch nie wirklich glücklich. Seit seinem Wechsel wurde er dreimal ausgeliehen: an Mainz, Hannover und zuletzt an den Wolfsberger AC.

In Österreich bestritt Ngankam nach seiner schweren Verletzung im April 2025 (Bruch von Schien- und Wadenbein) lediglich acht Spiele und erzielte ein Tor – auch weil ihn eine Oberschenkelverletzung zusätzlich belastete.

Hertha hat sich trotz 13 Abgängen auf dem Transfermarkt bisher zurückgehalten. Bisher ist Oluwaseun Adewumi (21) der einzige Neuzugang beim Hauptstadtklub.

Mit einer Rückholaktion könnte Hertha den Berliner Weg konsequent fortsetzen und einen Angreifer gewinnen, der noch einmal beweisen möchte, was in ihm steckt. Zudem kennen sich Ngankam und Leitl bereits aus der gemeinsamen Zeit in Fürth und Hannover sehr gut. Eine lange Eingewöhnungsphase wäre für den gebürtigen Berliner daher nicht nötig.

Was jedoch gegen einen Transfer spricht: Hertha benötigt aktuell vor allem schnelle Verstärkung. Ngankam hingegen ist trotz seiner Berliner Vergangenheit momentan keine sofortige Hilfe. Der 26-Jährige hat sich eine Muskelverletzung zugezogen und wird laut Bild mehrere Wochen fehlen.