NFL in Berlin: Lohnt sich die Investition?
Von Thomas Flehmer
Berlin – Das erste von insgesamt drei geplanten NFL-Spielen in Berlin hat der Stadt finanzielle Einnahmen in Millionenhöhe eingebracht.
Wie die NFL berichtete, führte eine Untersuchung von „The Sports Consultancy“ zu dem Ergebnis, dass das Event für Berlin und das Bundesland einen gesamtwirtschaftlichen Nutzen von 74,3 Millionen Euro erzielte.
Die Fans gaben dabei im Durchschnitt täglich rund 373 Euro aus. Der Berliner Senat steuerte 12,5 Millionen Euro für die dreiteilige Veranstaltung bei, während die NFL selbst 48 Millionen Euro investierte.
„Die Premiere in Berlin stellt für uns einen weiteren wichtigen Schritt in Deutschland dar und zeigt deutlich, dass wir hier Fuß gefasst haben und uns erfolgreich weiterentwickeln konnten“, erklärte Alexander Steinforth, Leiter der NFL in Deutschland.
„Während der gesamten Woche gelang es uns und unseren Partnern hervorragend, Football und die NFL für die zahlreichen Fans in Berlin sowie weltweit erlebbar zu machen.“
Das Duell zwischen den Atlanta Falcons und den Indianapolis Colts am 9. November im Olympiastadion sahen 72.203 Zuschauer live vor Ort. Die Colts setzten sich in der Verlängerung mit 31:25 durch.
Weltweit verfolgten rund acht Millionen Menschen die Partie vor den heimischen Bildschirmen.
Im Vorfeld hatte ein dreitägiges American-Football-Festival die Stadt auf das Highlight eingestimmt und Zehntausende Fans für den Sport sowie die Variante Flag Football begeistert, die bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles erstmals vertreten sein wird.
„Wir danken der Stadt und dem Land Berlin für die gute Zusammenarbeit und blicken erwartungsvoll auf die Fortsetzung im Jahr 2027“, so Steinforth.
In diesem Jahr wird erneut ein NFL-Spiel in München ausgetragen.