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Endlich neuer Stürmer: Wird er Unions Angriffsprobleme lösen?

Berlin – Die Fans von Union Berlin mussten lange warten, doch nun ist der dritte Neuzugang der Eisernen offiziell da. Horst Heldt (56) präsentierte am Sonntag mit Emmanuel Latte Lath (27) den lang ersehnten neuen Offensivspieler.

Der Klub aus Köpenick leiht den Ivorer von Atlanta United aus und übernimmt dabei vollständig sein Gehalt, wie der US-amerikanische Verein mitteilte. Zusätzlich ist in dem Deal eine Kaufoption enthalten.

„Mit seiner Schnelligkeit, seiner Einstellung und seinem Torriecher entspricht er genau dem Profil, das wir für unsere Offensive gesucht haben. Er bringt Fähigkeiten mit, die unserem Spiel neue Perspektiven eröffnen werden. Deshalb sind wir überzeugt, dass er sich schnell in unser Team integrieren wird“, zeigt sich Heldt begeistert.

Ist er das fehlende Teil im Puzzle, das Union bisher in der Offensive gefehlt hat? Unter dem neuen Trainer Mauro Lustrinelli (50) entwickelt sich der Hauptstadtklub weiter. Trotz enttäuschender Testergebnisse (sechs Spiele ohne Sieg) nimmt die Mannschaft langsam Gestalt an.

Ein Problem scheint jedoch auch in der neuen Saison weiterhin zu bestehen: die Schwäche im Abschluss. Die Stürmer von Union treffen zu selten ins Netz.

Ilyas Ansah (21) legte zwar einen starken Start mit vier Toren in vier Spielen hin, erzielte danach aber nur noch einen weiteren Treffer. In der Rückrunde blieb der U21-Nationalspieler sogar komplett torlos. Erfolgreichster Torschütze war Oliver Burke (29) mit sechs Treffern – nur eine Partie mehr als Ansah und Andrej Ilic (26), die jeweils fünf Tore erzielten.

Zusammen kamen die drei Angreifer auf 16 Tore – exakt so viele wie Patrick Schick (30) von Bayer Leverkusen, der damit Rang vier in der Torjägerliste belegt.

Hat Union mit Latte Lath nach Sheraldo Becker (31) endlich wieder einen echten Vollstrecker verpflichtet? Die Torbilanz in der MLS lässt bei den Gegenspielern allerdings kaum Furcht aufkommen: Neun Treffer erzielte der Angreifer in 44 Partien für Atlanta.

Dass er aber ein Gespür für Tore besitzt, bewies der bei Atalanta Bergamo ausgebildete Stürmer vor allem bei seinen zahlreichen Leihen. Besonders in St. Gallen, wo ihm 14 Treffer in 31 Ligaspielen gelangen und er seinen Durchbruch als vierfacher Nationalspieler der Elfenbeinküste feierte, sowie in England bei Middlesbrough mit 29 Pflichtspieltoren in eineinhalb Jahren. Nun soll ihm auch in Berlin-Köpenick der lang ersehnte Knipser-Erfolg gelingen.

„Die Bundesliga stellt eine große Herausforderung dar, auf die ich mich sehr freue. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich auf diesem Niveau zu beweisen und der Mannschaft mit meinen Fähigkeiten zu helfen“, erklärt Unions neue Sturmhoffnung. Die Alte Försterei kennt er bereits: Im Jahr 2023 spielte er mit Bergamo in einem Testspiel und stand dabei die vollen 90 Minuten auf dem Platz.