Netflix lockt mit halber Million: Freizeitspieler treten gegen Weltmeister Littler an
Großbritannien – Viele Freizeit-Dartspieler haben sich wohl schon gedacht: „Den würde ich auch besiegen können.“ Bei Luke Littler (19) dürfte diese Selbstüberschätzung mittlerweile allerdings deutlich abgenommen haben, denn der Teenager pulverisiert derzeit einen Rekord nach dem anderen. Dennoch bekommen Amateure in Großbritannien nun die Gelegenheit, den zweifachen Weltmeister herauszufordern – und dabei eine stattliche Geldsumme zu gewinnen.
In der Live-Show „Beat Luke Littler“ auf Netflix, die am 30. Oktober ausgestrahlt wird, geht es um nicht weniger als 501.000 Pfund (etwa 586.000 Euro). 20 nicht-professionelle Dartspieler treten dabei gegen den Spitzenspieler "The Nuke" an.
Der Name des Preisgeldes ist eine Anspielung auf die 501 Punkte, die es in einem Darts-Leg zu erzielen gilt. Genau darin liegt die Herausforderung der Show: Die Amateure müssen es schaffen, diese Punktzahl schneller zu erreichen als das Nachwuchstalent, wenn sie den lebensverändernden Gewinn mit nach Hause nehmen wollen.
„Viele sind überzeugt, dass sie mich schlagen können“, wird Littler in der offiziellen Pressemitteilung zum Format zitiert. „Jetzt bekommen sie die Gelegenheit, dies zu beweisen.“
Wie genau das Live-Event ablaufen wird, hat Netflix bisher nicht bekanntgegeben. Dafür ist jedoch klar, wie man sich bewerben kann.
Die 20 Teilnehmer werden im September bei regionalen Ausscheidungsturnieren in London und Manchester ausgewählt. Jeder Amateur kann sich über die offizielle Website „BeatLukeLittler.com“ anmelden.
Doch momentan sollte niemand zu siegessicher sein, wenn es gegen den 19-Jährigen geht. Littler glänzt weiterhin mit außergewöhnlichen Leistungen.
Er verteidigte am vergangenen Wochenende seinen Titel beim World Matchplay im Finale gegen Gerwyn Price (41). Dabei stellte er im zweitwichtigsten Turnier des Darts-Kalenders neue Rekorde auf – für den höchsten Drei-Dart-Durchschnitt, den besten Final-Durchschnitt und die meisten 180er-Würfe.
Mit einem Preisgeld von nunmehr 3,14 Millionen Pfund (etwa 3,67 Millionen Euro) hat Littler mehr Turniererlöse gesammelt als jede zuvor führende Weltranglisten-Nummer eins. Zudem übertraf er die Gesamtgewinne seiner Konkurrenten Luke Humphries (31), Gian van Veen (24) und Price gemeinsam.
Wer als Freizeitspieler auf den großen Gewinn spekuliert, sollte am 30. Oktober also einen außergewöhnlichen Tag erwischen.