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Spannung nach der Kür: Einspruch und Fehler verhindern Sächsin die erfolgreiche Titelverteidigung

Hannover – Lange Minuten des Bangens mussten Karina Schönmaier (20) nach ihrem Mehrkampfauftritt und Silja Stöhr (18) noch aushalten. Es stand die Deutsche Meisterschaft im Mehrkampf auf dem Spiel, und der Einspruch von Stöhr sorgte für die nervenaufreibende Wartezeit.

Die Mannheimerin war mit dem Wert ihrer Bodenkür unzufrieden, legte Einspruch ein, der ihr Recht gab, und sicherte sich so den Meistertitel. Mit 12,800 Punkten lag sie vor Schönmaier, die zudem bei ihrer Übung einen Fehler machte und außerhalb der Matte landete.

„Ich bin total überwältigt. Es ist unglaublich, die Goldmedaille in den Händen zu halten“, erklärte die 18-Jährige nach ihrem ersten Meistertitel.

Die stärkste Disziplin der Doppel-Europameisterin im Vierkampf – bestehend aus Sprung, Stufenbarren, Balken und Boden – war erwartungsgemäß der Sprung. An ihrem Paradegerät, mit dem sie im vergangenen Jahr Europameisterin wurde, erreichte die 20-Jährige für zwei Sprünge sehr gute 14,050 Punkte.

In der Endabrechnung fehlten Schönmaier bei 52,933 Punkten lediglich 0,368 Zähler auf Stöhr. „Ich habe mich gefreut, hier zu turnen. Es war eine großartige Atmosphäre, die mir immer viel Freude bereitet. Es war wirklich super“, fasste die 20-Jährige abschließend zusammen.

Auch die zweite von drei Chemnitzer Starterinnen, Pauline Schäfer-Betz (51,800), sicherte sich Edelmetall und belegte den dritten Platz.

„Ich bin äußerst zufrieden, dass mein Mehrkampfstart gelungen ist“, sagte die 29-Jährige nach ihrem ersten Mehrkampf seit Oktober 2023. Es sei ein wichtiger Schritt für sie gewesen, alle vier Geräte zu absolvieren. „Die größte Herausforderung war für mich, bei mir zu bleiben und den Fokus auf das Wesentliche zu richten. Klar, Platz drei ist schön, aber mein Schwerpunkt lag woanders“, betonte Schäfer-Betz.

Wegen Hüftproblemen und einer Operation hatte die Turnerin die gesamte letzte Saison verpasst. Erst kürzlich feierte sie ihr Comeback, das bei den Finals in Hannover einen vielversprechenden Verlauf nahm.