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Seit seinem vierten Lebensjahr: Weshalb der Schriftsteller Navid Kermani Anhänger des 1. FC Köln wurde

Von Christoph Driessen

Köln – Schon im Alter von vier Jahren entwickelte der Schriftsteller Navid Kermani (58) eine Begeisterung für den 1. FC Köln. „Ich vermute, dass es ursprünglich an den Trikots lag“, erklärte der Träger des Friedenspreises gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

„Die roten Trikots mit den weißen Ärmeln haben mich besonders fasziniert.“ Zudem sei er in seiner Heimatstadt Siegen nahezu der einzige gewesen, der den FC unterstützte, was seine Verbundenheit womöglich zusätzlich verstärkte.

„Die Mehrheit der Menschen hier war eher Anhänger von Dortmund oder Schalke, außerdem starteten Gladbach und Bayern damals sehr erfolgreich durch. Im Siegerland fand sich wirklich kaum jemand, der für Köln war.“

Ein Beleg dafür, dass Kermani tatsächlich schon als Vierjähriger Fan wurde, ist für ihn seine Erinnerung an fast alle Spieler der FC-Mannschaft aus der Saison 1971/72. Kermani wurde 1967 geboren.

„Das Pokalfinale 1973 habe ich noch lebhaft vor Augen. Ich weiß genau, dass ich damals den FC unterstützte und in Tränen ausbrach, als Günter Netzer in der Verlängerung das entscheidende Tor für Gladbach erzielte.“

In den 1980er Jahren zog Kermani zum Studium nach Köln. „Die Möglichkeit, am Wochenende ins Stadion gehen zu können, war definitiv ein Beweggrund. Das war einfach großartig.“ Leider habe sich der Klub, der damals zu den Top-Teams in Deutschland zählte, seitdem nicht mehr so erfolgreich entwickelt.

Seine Treue habe das jedoch keineswegs beeinträchtigt. Über seine Verbundenheit zu seiner Wahlheimat hat Kermani inzwischen ein Buch veröffentlicht: „Köln. E Jeföhl“, das im C.H. Beck Verlag erschienen ist.