Tragisches Unglück trifft Nationaltrainer nach WM-Debakel: Schwester von Vincenzo Montella stirbt bei Unfall
Neapel (Italien) – Nur wenige Wochen nach dem überraschenden Vorrunden-Aus der Türkei bei der WM steht Vincenzo Montella (52) nun vor einem noch schwereren persönlichen Schicksal: Seine Schwester ist infolge eines Unfalls verstorben.
Der türkische Fußballverband, bei dem Montella seit 2023 als Cheftrainer tätig ist, gab den Tod der Italienerin am Mittwoch offiziell bekannt.
„Mit großer Bestürzung haben wir erfahren, dass Caterina Montella, die Schwester unseres Nationaltrainers Vincenzo Montella, nach einem schweren Unfall in ihrem Zuhause im Krankenhaus verstorben ist“, hieß es in der Mitteilung des TFF.
Bereits heute um 16:30 Uhr soll in Neapel eine Trauerfeier zu Ehren von Caterina Montella stattfinden.
„Im Namen des türkischen Fußballverbandes sprechen wir der Familie und den Hinterbliebenen von Caterina Montella, insbesondere unserem Trainer Vincenzo Montella, unser tief empfundenes Beileid aus“, erklärte der Verband.
Details zum genauen Hergang des Unfalls im Haus von Caterina Montella wurden vom Verband nicht veröffentlicht. Laut einem Bericht der Gazzetta dello Sport kämpfte die Schwester des Trainers jedoch mehrere Tage lang in der Klinik um ihr Leben.
Ihr Zustand galt von Anfang an als äußerst kritisch, weshalb Schlimmes befürchtet wurde. In der Nacht auf Mittwoch verlor sie schließlich den Kampf ums Überleben.
Ende Juni war die Türkei unter Montella trotz der neuen, erweiterten WM mit dem neuen Modus bereits nach zwei Spielen in der Vorrunde als Gruppenletzter ausgeschieden – die hohen Erwartungen konnten somit nicht erfüllt werden. Montella, der seiner Schwester sehr verbunden gewesen sein soll, musste diesen herben Rückschlag verkraften.
Dennoch kündigte der ehemalige italienische Nationalstürmer an, nicht zurückzutreten, und betonte, dass er weiterhin über genügend Kraft und Leidenschaft für seine Aufgabe verfüge. Sein Vertrag läuft bis zur EM 2028.
Seine Position wurde zudem vom türkischen Verbandspräsidenten Ibrahim Haciosmanoğlu (60) gestärkt, der die jüngsten Erfolge unter Montellas Führung, wie die WM-Qualifikation und das Erreichen des EM-Viertelfinales 2024, hervorhob.
„Wir stehen sowohl zu den Spielern als auch zu ihrem Trainer“, sagte der Präsident nach dem WM-Aus. „Wir werden niemals diejenigen, mit denen wir gemeinsam den Weg gegangen sind, gegen andere austauschen, die wir unterwegs kennenlernen.“