Nationalspieler überzeugen: Frankfurt beendet Freiburgs Erfolgsserie!
Frankfurt am Main – Der „Fluch“ des Spitzenreiters hält weiterhin an: Der SC Freiburg konnte die Tabellenführung in der Bundesliga erneut nicht verteidigen und musste diese bereits nach nur einem Spieltag wieder abgeben. Beim gefürchteten Gegner Eintracht Frankfurt erreichte das Team von Julian Schuster lediglich ein 2:2 (1:2), wodurch zumindest der FC Bayern vorbeiziehen konnte. Somit blieb es bei der vierten kurzen Führung der Breisgauer, die bislang noch kein Spiel als amtierender Tabellenführer gewinnen konnten.
Die für die deutsche Nationalmannschaft nominierten Younes Ebnoutalib (10.) und Jonathan Burkardt (36.) brachten Freiburg zunächst in Rückstand, doch Derry Scherhant (34.) und Yuito Suzuki (48.) sicherten wenigstens einen Punkt. Frankfurt blieb im neunten Aufeinandertreffen mit dem Sport-Club ungeschlagen, Torwart Noah Atubolu zeigte gegen seinen ehemaligen Klub eine ansprechende Leistung. Die Eintracht belegt mit fünf Punkten den Tabellenmittelfeldplatz, während Freiburg punktgleich mit den Bayern liegt, aber fünf Zähler Vorsprung hat.
Besondere Aufmerksamkeit zog am Samstag Atubolu auf sich, der im Sommer von Freiburg an den Main gewechselt war. „Den einen oder anderen Hinweis“ zum Gegner habe er von seinem Keeper erhalten, verriet Trainer Adi Hütter.
Am Mittwoch waren Atubolu sowie seine Mannschaftskollegen Burkardt und Ebnoutalib für die deutsche Nationalmannschaft berufen worden. Auch die Freiburger Spieler Philipp Treu, Max Rosenfelder, Scherhant und Yannik Engelhardt gehören zum erweiterten Kader.
Bereits früh setzte mit Scherhant einer der potenziellen Neu-Nationalspieler ein erstes gefährliches Ausrufezeichen (4.). Freiburg übernahm zunächst die Kontrolle über das Spiel, wurde aber durch einen mustergültigen Konter bestraft. Nach einer überzeugenden Kombination über Burkardt und Ritsu Doan brauchte Ebnoutalib nur noch ins leere Tor zu schieben. Mit der Führung im Rücken zog sich Eintracht zurück und lauerte aus einer tiefstehenden Defensive auf schnelle Gegenangriffe.
Diese Gelegenheiten kamen jedoch selten vor, stattdessen setzte Freiburg immer wieder gefährliche Akzente. Atubolu parierte stark gegen Maximilian Eggestein (23.) und Jan-Niklas Beste (30.), ließ aber schließlich einen flachen Schuss von Scherhant passieren. Doch Burkardt brachte die Eintracht nach einer Ecke schnell wieder in Führung. Diesen Vorsprung verteidigte die Mannschaft von Adi Hütter bis zur Pause, obwohl Scherhant mit einem Freistoß am Pfosten scheiterte (45.).
Nur 140 Sekunden nach Wiederanpfiff verloren die Frankfurter ihre Führung, als Suzuki eine präzise Flanke von Scherhant volley im Tor unterbrachte. Von da an spielten beide Teams offensiv und mutig, sodass sich Chancen auf beiden Seiten ergaben. Für Frankfurt vergaben Burkardt (64.) und Can Uzun (69.) vielversprechende Möglichkeiten, während bei Freiburg Jordi Makengo (59.) und Engelhardt (73.) scheiterten.