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Diese Ratschläge erhält Klopp-Überraschung Baur vom Weltmeister-Vater

Herzogenaurach – Mika Baur (22) sorgte sicherlich für eine der größten Überraschungen, als Jürgen Klopp (59) seinen ersten erweiterten Kader als Bundestrainer bekanntgab. Der Sohn des Handball-Weltmeisters Markus Baur (55) hat den Sport jedoch schon von klein auf mitbekommen. Von seinem Vater erhielt er vor seiner ersten Länderspielreise auch einige wertvolle Hinweise.

„Natürlich haben wir darüber gesprochen und er hat mir erzählt, wie es für ihn war, als er zum ersten Mal für die Nationalmannschaft nominiert wurde“, berichtete der DFB-Neuling am Dienstag während einer Pressekonferenz.

Markus Baur gab sein Debüt im DHB-Team bereits 1994 im Spiel gegen Marokko und absolvierte im Anschluss 227 weitere Länderspiele, die 2007 mit dem Gewinn der Heim-WM ihren Höhepunkt fanden.

Seinen Sohn unter Druck zu setzen, um eine ähnlich erfolgreiche internationale Laufbahn hinzulegen, hat er jedoch nicht versucht.

„Er riet mir: Nimm alles auf, hab Spaß, lächle viel, sei nicht zu nervös und geh locker an die Sache ran. Letztlich ist es ja auch ‚nur‘ Fußball, und es geht darum, Freude daran zu haben“, erzählte Baur junior.

Obwohl er noch keine einzige Minute in der Bundesliga gespielt hatte, wurde der 22-Jährige vom neuen Bundestrainer ausgewählt. Bevor er seine ersten Einsätze beim SC Paderborn sammeln konnte, wechselte er im Sommer für rund sechs Millionen Euro zum schottischen Spitzenklub Celtic Glasgow.

Dort gelang dem Mittelfeldtalent ein starker Einstieg: In fünf Ligaspielen erzielte er ein Tor und stand viermal in der Startelf. In der vergangenen Saison hatte er die Ostwestfalen mit vier Treffern und sechs Vorlagen zurück in die Bundesliga geführt.

Nach seiner Ausbildung bei SC Freiburg, Paderborn und einer Leihstation bei Dynamo Dresden steht für den technisch versierten Spieler nun die große Bühne des Fußballs bevor. Sein jüngerer Bruder Kimi (18) spielt ebenfalls auf hohem Niveau in der Freiburger U19.

„Es ist sehr aufregend, alles ist neu, viele neue Gesichter – die meisten kenne ich bisher nur aus dem Fernsehen“, schilderte Baur seine ersten Eindrücke im deutschen Team, in dem er zum zweiten Kader gehört, der am Montag anreiste und gegen Serbien (Donnerstag, 20:45 Uhr) sowie im Rückspiel bei Griechenland (Sonntag, 20:45 Uhr) zum Einsatz kommen könnte.

Von Jürgen „Kloppo“ Klopp ist er sofort begeistert: „Ich glaube, er schafft es einfach, weil er authentisch ist, sich nicht verstellt, sehr ehrlich ist und klar kommuniziert, worauf er Wert legt. Das motiviert einen als Spieler enorm. Man möchte einfach mitmachen und ihm folgen.“

Seine Berufung kam für ihn jedoch ebenso überraschend wie „wahrscheinlich für euch alle“, so Baur weiter. „Ich möchte zeigen, wofür ich stehe und wer ich bin. Ob ich am Ende auch wirklich spielen darf, liegt nicht in meiner Hand.“