200-Kilometer-Herausforderung: Wie Extremschwimmerin Pohl nach zwei Tagen abschneidet und warum sie das Wasser verlassen muss
Von Lea Winkler
Koblenz – Die Extremschwimmerin Nathalie Pohl (31) und ihr Team haben erfolgreich auch den zweiten Abschnitt ihrer Fluss-Challenge von Frankfurt nach Köln gemeistert. „Wir sind gut vorangekommen“, berichtete die 31-Jährige über ihre Sprecherin. Nach dem ersten Tag auf dem Main führte die Strecke nun erstmals über den Rhein.
Auf diesem Abschnitt legte Pohl einen vorher geplanten Zwischenstopp in Bingen ein, um dort weitere Spenden zu sammeln. Zudem musste eine ihrer Begleit-Schwimmerinnen, die zunächst noch im Wasser schwamm, für etwa 27 Kilometer im Bereich der Loreley zwischen Bingen und St. Goar aus dem Wasser genommen werden und eine Pause einlegen.
Für diesen Streckenabschnitt lag keine Schwimmgenehmigung vor, erklärte Pohls Sprecherin. Hauptgrund dafür seien die starken Strömungen gewesen, die bereits vor dem derzeitigen Niedrigwasser bestanden.
Gerade hier wird das Niedrigwasser besonders sichtbar: Am Pegel Kaub ist der Wasserstand zuletzt deutlich gesunken. Laut der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung können viele Schiffe bei den aktuellen Wasserständen den Mittelrhein nicht mehr passieren.
Pohl wechselt sich im Verlauf ihrer Challenge planmäßig immer wieder mit anderen Freiwasserschwimmerinnen und -schwimmern ab: Sie ist jeweils zwei Stunden selbst im Wasser, bevor andere für eine einstündige Schicht übernehmen.
Nach zwei Tagen macht sich die Anstrengung bei Pohl bemerkbar: „Der erste Tag ist meistens recht einfach, aber heute spüre ich schon deutlich die Muskeln“, sagte sie laut ihrer Sprecherin.
„Außerdem hat sich heute auch mein Magen ein wenig gemeldet“, berichtete die 31-Jährige in einer Instagram-Story. Für ihre Challenge sei das jedoch kein Hindernis.
Entlang des Rheins erhielt sie viel Unterstützung von Zuschauern. „Es freut mich sehr, dass so viele das Schwimmen begleiten“, ließ Pohl über ihre Sprecherin ausrichten. Das gebe ihr „zusätzliche Motivation“, die Herausforderung durchzustehen.
Mit ihrer etwa 200 Kilometer langen Schwimmreise von Frankfurt nach Köln möchte Pohl auf die Bedeutung sicheren Schwimmens für Kinder aufmerksam machen und Spenden für Schwimmprojekte sowie Ausbildung sammeln. Mittlerweile sind rund 85.000 Euro zusammengekommen.
Pohl war am Dienstagmorgen in Frankfurt in den Main gestartet. Die insgesamt vier Tage dauernde Challenge soll am Freitag in Köln enden. Am Donnerstag begann für Pohl bereits die dritte Etappe: Gegen 10.40 Uhr stieg sie in Lahnstein erneut ins Wasser. Für diesen Tag sind rund 58 Kilometer bis nach Bad Honnef geplant.