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Erneuter Zusammenbruch von Musiala nach nur wenigen Minuten im Testspiel – er erklärt die Ursache

Heidenheim/München – Nur drei Tage nach seinem Kollaps im Testspiel gegen RB Leipzig ist Bayern-Profi Jamal Musiala (23) beim Duell mit Heidenheim erneut zusammengebrochen. Er war weniger als zehn Minuten auf dem Spielfeld.

Etwa eine Stunde war die Partie bereits im Gange, als der 23-Jährige eingewechselt wurde. Vermutlich sollte er nicht mehr als eine halbe Stunde Einsatzzeit bekommen.

Doch nur wenige Augenblicke später folgte der Schock: Der junge Spieler begann zu taumeln und brach schließlich zusammen. Sofort eilten die Sanitäter mit ihren Notfallkoffern herbei, um sich um das Sorgenkind des FC Bayern zu kümmern.

Spieler beider Teams bildeten einen Kreis um die Szene und schirmten so den Nationalspieler ab. Von den Rängen ertönten „Musiala“-Rufe – sowohl von Anhängern der Heimmannschaft als auch von den Bayern-Fans.

Unweigerlich tauchten viele Fragen auf. Der Klub wollte jedoch nicht zulassen, dass sein Star persönlich zu den Zuschauern spricht.

„Wir sind informiert und wissen, was los ist“, erklärte Sportvorstand Max Eberl (52) nach dem Spiel. „Jamal wird sich dazu äußern.“ Und tatsächlich meldete sich die Nummer 10 der „Roten“ am Dienstagabend zu Wort – über Instagram.

„Das Wichtigste zuerst: Mir geht es gut!“, begann der Fußballer seinen Beitrag. „Ich kann gut nachvollziehen, dass sich viele von euch Sorgen machen. Diese möchte ich heute nehmen.“

Bei ihm seien vor Kurzem vorübergehende Absencen festgestellt worden. Dabei handelt es sich um kurzzeitige epileptische Anfälle. Ursache dafür sei eine neurologische Störung, schreibt er weiter. Die Anfälle seien jedoch gut behandelbar.

„Ich weiß, dass diese Anfälle auf den ersten Blick beängstigend wirken – für mich gehören sie inzwischen zum Alltag. Ich werde medizinisch optimal betreut und bin sehr zuversichtlich.“

Er bedankte sich nicht nur beim FC Bayern und seinem Umfeld, sondern auch bei den Fans für die Unterstützung. Nach Rücksprache mit seinen Ärzten wolle er auf eigene Verantwortung seiner Leidenschaft nachgehen und weiterhin Fußball spielen – einfach seinen gewohnten Alltag leben.

Genau das habe jedoch zu den beiden jüngsten Vorfällen geführt. Nach seiner Darstellung sei die Situation aber schlimmer eingeschätzt worden als sie tatsächlich ist: „Insgesamt habe ich ein sehr gutes Gefühl und bin auf einem guten Weg.“

Das Thema möchte er – jetzt, wo alle informiert sind – künftig im vertrauten Kreis mit Experten behandeln. Seine persönliche Wunsch-Therapie sei es, weiterhin Titel zu gewinnen und Erfolge zu feiern.