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„Mr. Zuverlässig“ beim FC St. Pauli: Wie Lars Ritzka sich ins Rampenlicht spielte

Hamburg – Lars Ritzka (28) ist beim FC St. Pauli ein ruhiger, verlässlicher Spieler, der immer dann da ist, wenn das Team ihn braucht.

So zeigte er sich zuletzt: Nachdem er in den ersten vier Spielen der Saison noch keine Einsatzzeit erhalten hatte, stand er in den folgenden vier Partien jeweils in der Startelf und überzeugte nicht nur durch sein Tor gegen den KSC. Dafür gab es einen besonderen Grund.

„Ich denke, eine starke Eigenmotivation hilft enorm in solchen Situationen“, erklärte Ritzka am Dienstag in einer Pressekonferenz. „Wir alle wissen, wie das Geschäft läuft.“ Es gebe immer Phasen, in denen es nicht rundläuft. „Wenn man sich aber ständig weiterentwickeln will und die eigene Motivation hoch bleibt, wird man letztlich belohnt.“

Dass das bei den Kiezkickern keineswegs selbstverständlich ist, verdeutlicht ein Blick auf den Kader. Die Konkurrenz ist enorm – und das nicht nur in der Defensive. „Ich glaube, wir verfügen über einen sehr breit aufgestellten Kader mit hoher Qualität“, so der 28-Jährige. „Viele Jungs setzen von hinten Druck, so wie es auch bei mir der Fall war.“

Deshalb müssen sich die Profis im Training beweisen, denn wer nicht überzeugt, muss umgehend einen Ersatzplatz fürchten. Im Hinblick auf das kommende Spiel am Freitag bei Darmstadt 98 dürfte es für Ritzka zum Duell mit Tomoya Ando (27) kommen.

Außerdem soll endlich der erste Auswärtssieg eingefahren werden. „Was uns bisher gefehlt hat, lässt sich nicht so einfach benennen. Jede Woche ist eine neue Herausforderung“, erklärte Ritzka. „Wir müssen stets an unsere Grenzen gehen und man sieht, dass es in dieser Liga gegen jedes Team schwer ist, Punkte mitzunehmen.“

Das gilt auch für die Lilien, die nach der 0:4-Niederlage gegen den KSC unter Druck stehen. „Sie werden sich revanchieren wollen“, ist sich der Linksfuß sicher. „Am Böllenfalltor herrscht für die Gastmannschaft immer eine unangenehme Atmosphäre. Es wird ein intensives Spiel.“

Dass Darmstadt aktuell auf Platz 17 rangiert, spielt dabei keine Rolle, denn der Rückstand auf St. Pauli auf Rang sieben beträgt gerade mal vier Punkte. „In der 2. Liga war das schon immer so, dass viele Teams auf einem ähnlichen Niveau sind und oft nur kleine Details den Unterschied machen“, erläuterte Ritzka.

Wie der 28-Jährige bereits nach dem Spiel in Hannover betonte, sei es wichtig, zumindest nicht zu verlieren, wenn ein Sieg einmal nicht möglich ist.