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Moss nicht zu bremsen: Monarchs ersticken Berlins Aufbegehren im Keim

Dresden – „Da ist noch Potenzial nach oben“, erklärte Montigo Moss unmittelbar nach dem Spiel. Allerdings nicht mehr allzu viel, denn er selbst erzielte gleich drei Touchdowns. Die Dresden Monarchs ließen im Derby gegen die Berlin Rebels am Samstag kaum Spannung aufkommen und sicherten sich mit einem deutlichen 42:14 (7:0, 7:0, 14:7, 14:7) bereits den vierten Sieg im vierten Spiel der Saison. Neben der erneut starken Verteidigung funktionierte diesmal auch die Offensive ausgezeichnet.

Zugegeben, der Auftakt hätte besser sein können. Bereits der erste Spielzug endete für Quarterback Rocky Lombardi mit einer Interception knapp vor der gegnerischen Endzone. Insgesamt warf der Spielmacher drei solcher Fehler – eindeutig zu viel.

„Trotz der drei Interceptions haben wir offensiv eine sehr gute Leistung gezeigt“, kommentierte Headcoach Greg Seamon. „Normalerweise schaffen wir das nicht, aber das war unser bislang komplettestes Spiel.“

Den Grundstein legte Moss bereits im ersten Viertel (8.), nachdem Tofunmi Lala mit einem starken Lauf in die gegnerische Hälfte vorgelegt hatte. Im zweiten Durchgang begeisterte er die 7439 Zuschauer im Heinz-Steyer-Stadion mit einem Big Play über mehr als 50 Yards in Zusammenarbeit mit Lombardi (13.) – 14:0.

Die Gäste aus Berlin, angeführt vom extrem beweglichen Quarterback Tyquell Fields, der einigen Tackles auswich, konnten zunächst nichts gegen die Null auf ihrer Anzeigetafel ausrichten – auch nicht durch Lombardis zweiten Fehlwurf (23.) kurz vor der Halbzeitpause.

Nach der Pause sorgte der Monarchs-Passverteidiger mit einem eigenen Lauf in die Endzone (28.) für eine weitere Führung, ehe Moss kurz darauf als Empfänger seinen dritten Touchdown bejubeln konnte (30.) und damit die Vorentscheidung herbeiführte – 28:0!

„Heute lief unser Lauf- und Passspiel hervorragend, defensiv standen wir wieder solide, und auch das Kicking-Game funktionierte“, lobte Seamon.

„Jeder Receiver hat heute den Ball bekommen, die Verteilung war wirklich gut“, ergänzte Janne Särkela, der im vierten Viertel auf 35:7 erhöhte (41.).

Bevor die starke Monarchs-Defensive erstmals einen Punkt zuließ, dauerte es bis zur 35. Minute. Dann fand Fields seinen Receiver Nate Stewart auf der linken Seite, der den Berlinern noch einmal kurzzeitig Hoffnung machte.

Doch die Dresdner blieben souverän, setzten dem wendigen Fields mit mehreren Sacks zu und zogen durch Särkela nach einem Pass von David Moore III (45.) endgültig davon.

Wo sehen die Monarchs noch Verbesserungsmöglichkeiten? „Wir müssen unser Laufspiel noch ausbauen“, forderte Seamon. „Unser Quarterback machte einige Läufe, wir konnten den anderen, sehr athletischen Spielmacher heute kontrollieren. Zwar gab es keine Ballverluste, aber viele Raumverluste für den Gegner – das war der Schlüssel“, fügte der Coach der Monarchs hinzu.