Moss zieht Vergleich: Warum die Monarchs den NFL-Teams in manchen Punkten überlegen sind
Dresden – Das emotionale Spektakel GFL Bowl liegt inzwischen etwas mehr als zwei Wochen zurück, doch die Eindrücke vom 3. Oktober sind nach wie vor präsent. Besonders für die deutschen Meister, die Dresden Monarchs, bleibt dieses Ereignis unvergesslich.
Mehr als 25.000 Zuschauer füllten das Rudolf-Harbig-Stadion und setzten damit neue Maßstäbe für das Finale um die deutsche American-Football-Krone. Selbst für jemanden, der den Sport aus seiner Heimat in den USA in der höchsten Liga sehr gut kennt, war das bemerkenswert.
Montigo Moss (24) hat die NFL, die Topliga und Eventplattform seines Heimatlandes, bereits seit seiner Kindheit erlebt.
Als Sohn von Randy Moss (49) – einer NFL-Legende mit 157 Touchdowns und 15.292 Receiving Yards in 218 Partien sowie Mitglied der Hall of Fame – besuchte er schon früh zahlreiche Stadien und Spiele der NFL.
Derzeit kommen durchschnittlich 68.426 Fans zu den Spielen der NFL-Teams pro Woche, doch der GFL Bowl in Dresden übertraf für Moss junior alle bisherigen Erfahrungen.
„Die Fans hier sind definitiv besser. Allein die Atmosphäre beim GFL Bowl war unbeschreiblich. Es war einfach verrückt. 25.000 Menschen im Stadion, aber es fühlte sich an, als wären es eine Million. Die Lautstärke war unglaublich“, schildert der Receiver seine Eindrücke vom Endspiel.
Diese Erinnerungen hat er mit in seine neue Heimat genommen:
„Die enorme Leidenschaft und die tolle Gemeinschaft werde ich nie vergessen. Ich bin sehr dankbar, dass ich in Dresden leben durfte. Als ich hierherkam, wusste ich nicht, was mich erwartet, aber alle haben mich herzlich aufgenommen – auch die Fans waren fantastisch. Es ist eine großartige Gemeinschaft, sowohl auf dem Spielfeld als auch daneben.“
Aus diesem Grund begann der US-Amerikaner von Anfang an mit Deutschunterricht. „Das war das Mindeste, was ich tun konnte. Ich wollte Teil der Kultur sein und meinen Teamkollegen auf diese Weise danken“, erklärt Moss.
Er plant, auch in den kommenden Monaten mit Quarterback Rocky Lombardi (27) weiter Vokabeln zu lernen. Denn wer weiß, vielleicht führt sein Weg ihn auch in der nächsten Saison wieder zu den Monarchs.
TAG24 ist sich sicher: Moss steht dem nicht abgeneigt gegenüber. Allerdings möchte er, ähnlich wie sein Vorgänger Tyler Hudson (26), sein Glück in der US-Profiliga UFL versuchen. Mit 120 Punkten (20 Touchdowns) und 1663 Yards bei 94 gefangenen Pässen in 15 Spielen hat er auf jeden Fall eine realistische Chance.