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Cottbus hat mit dem Club noch eine offene Rechnung: Klose warnt vor dem Flutlicht-Duell

Cottbus/Nürnberg – Volles Stadion zum Flutlicht-Knaller am Freitagabend um 18.30 Uhr: Zum ersten Mal seit 2009 treffen Energie Cottbus und der 1. FC Nürnberg wieder aufeinander. Club-Trainer Miroslav Klose (48) warnt eindringlich vor dem Aufsteiger!

„Auch wenn viele das bezweifeln, erwarte ich eines der schwierigsten Spiele für uns. [...] Denn ich sehe in ihnen eine sehr starke Mannschaft, die mit viel Entschlossenheit auftritt und dennoch versucht, attraktiven Fußball zu spielen.“

Energie agiert kompromisslos nach vorne und erzielte beispielsweise gegen den Liga-Primus Wolfsburg vier Treffer – ähnlich wie der Club beim torreichen 4:4 am vergangenen Wochenende.

Zum jüngsten Torfestival sagt Klose: „Im Kopf wird jetzt viel entschieden, denn wir haben die Messlatte sehr hoch gelegt. Nun will natürlich jeder gegen uns gewinnen.“

Neben Hertha BSC sind die Nürnberger das einzige bisher ungeschlagene Team der 2. Liga. Wird ausgerechnet der Aufsteiger dem Klose-Team die erste Niederlage zufügen?

Klose zeigt Respekt, bleibt aber zuversichtlich: „Wir müssen in Cottbus unseren Schwung mitnehmen. Klar kennen wir die Qualitäten der Gastgeber, dürfen aber nicht vergessen, was wir selbst leisten können.“

Der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig überlässt nichts dem Zufall und holte sich sogar die Einschätzung von Can Moustafa (21) ein. Der bislang selten eingesetzte Neuzugang des Clubs wirbelte in der Vorsaison noch für Energie.

„Das Stadion hat sich seit meiner Zeit dort etwas verändert. Es ist extrem schwer, dort zu spielen“, verriet Klose seine Einschätzung. Der Ex-Profi muss es wissen – in Cottbus erhielt er auch seine einzige Rote Karte während seiner Karriere.

Hinzu kommt, dass die Lausitzer gegen Nürnberg noch eine offene Rechnung haben!

Die Wunde von 2009 ist bis heute tief: Damals stieg Energie im ersten Jahr nach Einführung der Bundesliga-Abstiegsrelegation ab. Nach der 0:3-Niederlage im Hinspiel im Stadion der Freundschaft war die Entscheidung gefallen.

Interessanterweise saß damals Pele Wollitz (61) vor dem Fernseher. „Ich habe das genau verfolgt, weil ich damals schon Gespräche mit Cottbus führte. Ich habe die Daumen gedrückt und hatte ganz schön schwitzige Hände.“

Auch er freut sich auf das heutige Highlight: „Ein Flutlichtspiel am Freitagabend unter Zweitliga-Bedingungen im eigenen Stadion und dazu noch vor einer großen Kulisse – was kann es Besseres geben?“

2. Bundesliga Tabelle

Die Tabelle der 2. Bundesliga ist wie folgt zu verstehen: Wer am Saisonende Platz 1 belegt, wird Meister der zweiten Liga und steigt in die Bundesliga auf. Gleiches gilt für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte kämpft in einer Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga um den Aufstieg oder den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse.