DJ Lustrigol gibt bei Union Berlin den Ton an – sowohl auf als auch neben dem Spielfeld
Berlin – Dass ein Trainer auf dem Trainingsplatz das Kommando führt, ist nichts Ungewöhnliches. Dass dies jedoch auch abseits des Rasens gelingt, hat Mauro Lustrinelli (50) bei Union Berlin nun eindrucksvoll bewiesen.
Unter dem Künstlernamen DJ Lustrigol legt der Schweizer seine musikalische Leidenschaft an den Plattentellern aus.
Seine Fähigkeiten haben die überraschten Gesichter seiner Spieler in einem vereinseigenen Instagram-Video dokumentiert. Beim gemeinsamen Teamabend im Trainingslager in Österreich sorgte der 50-Jährige am Dienstagnachmittag für ausgelassene Stimmung unter seinen Profis.
Das ist nicht das erste Mal: Bereits bei der Meisterfeier seines früheren Klubs FC Thun stand der Hobby-DJ am Mischpult und besitzt seine eigene DJ-Ausrüstung.
Der Mannschaftsabend im Vereinsheim des ATV Irdning diente laut Manager Horst Heldt (56) vor allem dem besseren gegenseitigen Kennenlernen. Gerade nach dem umfangreichen Umbruch komme dieser Moment genau richtig – die Mannschaft befinde sich in einer wichtigen Phase.
Doch neben dem Vergnügen stand auch die Organisation im Vordergrund, denn jeder Spieler übernahm eine bestimmte Aufgabe bei der Vorbereitung des Grillfests.
Während Lustrinelli für gute Laune sorgte, packten die Spieler tatkräftig in der Küche mit an.
Zum Beispiel schnitt Tom Rothe (21) engagiert Tomaten, während sich Dmytro Bogdanov (19) um den Salat kümmerte. Das Grillen selbst war eine Angelegenheit für die Mannschaftskapitäne Christopher Trimmel (39) und Rani Khedira (32), die die Zangen schwangen. Alles wurde von Foto-Praktikant Woo-yeong Jeong (26) festgehalten.
Marvin Friedrich (30), der zurückgekehrte Spieler, heizte seinen neuen und alten Teamkollegen mit Wolfgang Petrys (74) Schlager-Hit „Wahnsinn“ ein – stilecht nutzte er dabei eine Ketchupflasche als Mikrofon-Ersatz und animierte seine Mitspieler zum Mitsingen.
In den Kalkalpen wollen sich die Eisernen den letzten Schliff für die kommende Saison holen. Noch bis zum 10. August verweilt das Team aus Köpenick im steirischen Schlosshotel Pichlarn, dessen Grundmauern auf eine mehr als tausendjährige Geschichte zurückblicken können.