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Trotz Rückstand: Dresdner Eislöwen dominieren die Bullen auf dem Eis

Dresden – „Nicht jeder kann ein fehlerfreies Spiel abliefern“, erklärte Eislöwen-Verteidiger Oliver Granz nach dem Heimauftritt gegen die Starbulls Rosenheim. Am Ende sicherten sich die Gastgeber einen klaren 6:2-Erfolg (1:2, 2:0, 3:0).

Granz und seine Teamkollegen waren während der Partie die einzig aktive Mannschaft. Die Bayern präsentierten sich gewohnt passiv. „Rosenheim agiert seit Jahren sehr defensiv. Sie dürfen gerne härter zur Sache gehen. Jeder von uns hat gekämpft und gecheckt – so gewinnt man ein Spiel“, sagte der gebürtige Erdinger.

Granz umschiffte zunächst geschickt die Tatsache, dass die Schiedsrichter, ebenso wie Rosenheim, keinen guten Tag erwischten vor 4009 Zuschauern. Nach acht Minuten hatte er die Konsequenzen zu tragen.

Der Verteidiger musste für zwei Stockschläge gegen einen Rosenheimer Spieler vor dem Dresdner Tor für zwei Minuten auf die Strafbank.

Schiedsrichter Alexander Singer wertete dies als Stockcheck. Dass kurz zuvor ein Rosenheimer Granz mit dem Ellenbogen an Kopf und Nacken traf, blieb dem erfahrenen Offiziellen (über 1500 Einsätze) verborgen. Die Überzahl nutzten die Gäste durch Tomas Rubes (9.) zur Führung, nur 27 Sekunden später erhöhte Jordan Taupert mit einem Schuss von rechts ins obere Eck.

Dresden lag somit mit 0:2 zurück!

Doch auf dem Eis agierten ausschließlich die Eislöwen, die durch Tore von Felix Krüger (16.), Tom Knobloch (36.) und Ricardo Hendreschke (38.) das Blatt wendeten. Als Sebastian Gorcik (48.) auf 4:2 erhöhte, war die Partie gelaufen.

Eislöwen-Torwart Marvin Berbner zeigte erneut eine starke Leistung, parierte unter anderem gegen Lewis Zerter-Gossage (50.) und Samir Kharboutli (51.). Dass Kharboutli zuvor den Puck mehrere Meter im Handschuh mit sich führte, blieb vom Schiedsrichter unbeachtet.

Ebenso wenig wurde es geahndet, als Berbner ohne Not von einem Rosenheimer im Torraum umgestoßen wurde – ein Umstand, der auch Eislöwen-Coach Bo Subr verärgerte.

Am Ende sicherten die weiteren Treffer von Gregory Kreutzer (52.) und David Suvanto (60.) den sechsten Saisonsieg der Eislöwen. Zumindest auf Dresdens Seite wurde an diesem Abend alles richtig gemacht.