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Aue-Ikone Männel kehrt gegen Hoffenheim ins Tor zurück – und wird er zum entscheidenden Faktor? „Ich sehe das Spiel nicht als Selbstdarstellung“

Aue – In dieser Spielzeit nimmt Martin Männel eine ungewohnte Rolle ein. Der 38-Jährige verlor im Sommer nach 18 Jahren seine Position als Stammtorwart von Erzgebirge Aue und rückte hinter den 19-jährigen Max Uhlig auf die Ersatzbank – was jedoch keineswegs bedeutet, dass er nun in Vergessenheit gerät.

Mit seiner langjährigen Erfahrung und seinem Renommee bleibt Männel weiterhin gefragt, besonders am Samstag im DFB-Pokal gegen die TSG 1899 Hoffenheim.

Cheftrainer Khvicha Shubitidze (51) hatte bereits in der vergangenen Woche angekündigt, dass er sich von Männels Routine und Gelassenheit entscheidende Vorteile verspricht.

Männel, der im Laufe seiner Karriere nahezu alles erlebt hat, zeigt sich voller Vorfreude darauf, endlich wieder in einem Pflichtspiel zwischen den Pfosten zu stehen. Zuletzt hatte er dies im Mai getan, als Aue durch den Sieg im Sachsenpokal gegen Zwickau die Teilnahme an den bedeutenderen Wettbewerben sicherstellen konnte.

„Ich freue mich sehr, nach mehreren Wochen endlich wieder zum Einsatz zu kommen. Kein Training kann die Erfahrung eines echten Spiels ersetzen“, erklärt der routinierte Torhüter.

Seine neue Rolle wirkte anfangs ungewohnt, doch Männel unterstreicht: „Wir sind mit einer klaren Vorstellung in die neue Saison gestartet, bei der es darum geht, Max aufzubauen und ihn sowie die anderen jungen Spieler vor allem zu unterstützen.“

Obwohl die Rangordnung momentan fest scheint, könnte Männel mit einer starken Leistung am Samstagnachmittag dafür sorgen, dass die sportliche Führung und das Umfeld doch noch über einen offenen Konkurrenzkampf auf Augenhöhe nachdenken, anstatt sich von Anfang an auf eine eindeutige Nummer eins festzulegen – für alle Eventualitäten.

Zu diesem Thema sagt Männel: „Ich sehe das Spiel nicht als Eigenwerbung. Wir haben uns intern abgestimmt, und mein Hauptziel ist es, der Mannschaft zu helfen. Natürlich stehe ich aber auch weiterhin gerne im Tor.“

Es ist kaum vorstellbar, dass er sich nun im Büro mit Marketingaufgaben für den FCE beschäftigt. Dafür ist er zu fit und wird von den Gegnern in der Regionalliga zu Recht als einer der besten Torhüter der Liga angesehen.

Regionalliga Nordost – Tabelle

Der Meister der Regionalliga Nordost erhält in dieser Saison den direkten Aufstieg in die 3. Liga.