Männels Parade ebnet den Weg zum Auer Sieg: Bleibt der erfahrene Torwart im Kasten?
Aue-Bad Schlema – „Wenn man betrachtet, was die Jungs gegen diese Stürmer alles abgewehrt haben, zolle ich jedem von ihnen größten Respekt“, wollte Torhüter Martin Männel (38), obwohl eigentlich auf seine eigene Leistung angesprochen, zunächst seine Vorderleute hervorheben. Erzgebirge Aue zeigte sich defensiv gegen den Vorjahresmeister Lok Leipzig sehr stabil. Besonders nach dem 1:1-Ausgleich der Gastgeber geriet die Mannschaft von Aue jedoch merklich unter Druck.
In dieser kritischen Phase war es vor allem Männel, der durch seine Ruhe das Spiel entschärfte und seinem Team wertvolle Zeit zum Durchatmen verschaffte. Solche Aktionen tragen maßgeblich zur Sicherheit einer Abwehr bei.
Darüber hinaus verhinderte der 38-Jährige in der 90. Minute mit einer großartigen Parade die Riesenchance von Simon Schierack (21). Ohne diesen Einsatz hätten die Lila-Weißen schlecht dagestanden – zumal kurze Zeit später Marcel Bär (34) für die Wende sorgte und das Spiel zugunsten Aues drehte.
„Was die Spannung angeht, war das sehr wichtig! Auch wenn der Sieg vielleicht glücklich zustande kam, war er keineswegs unverdient“, erklärte Männel, der durch seine Leistung einen wesentlichen Anteil am Erfolg hatte.
In einer Partie, in der beide Teams, vor allem in der ersten Halbzeit, große Schwierigkeiten beim Spielaufbau zeigten, waren es Kleinigkeiten, wie die Nervenstärke von Bär oder die Glanzparade von Männel, jeweils kurz vor Schluss, die letztlich den Unterschied machten.
„In der ersten Hälfte haben wir zu viele Bälle verloren, weshalb unser Spiel sehr hektisch wirkte“, reflektiert Männel über das anspruchsvolle Match in Probstheida.
Nach strengem Leistungsprinzip müsste Männel nach dem Landespokalwochenende, an dem möglicherweise der dritte Torwart Theo Kretschmer (19) gegen den VfB Weißwasser im Tor stehen wird, im nächsten Heimspiel gegen den FSV Luckenwalde wieder die Nummer eins im Kasten sein.
Umgekehrt war es in der vergangenen 3. Liga-Saison ähnlich, als Louis Lord (22) die Gelegenheit nutzte, nachdem sich Männel vor Weihnachten verletzt hatte.
Noch einmal: Das wäre die reine Leistungsperspektive. Dass die Hierarchie anders definiert ist und Max Uhlig (19) als erste Wahl gilt, ist eine andere Sache.
Tabelle Regionalliga Nordost
In dieser Saison steigt der Meister der Regionalliga Nordost direkt in die 3. Liga auf.