RB Leipzigs neuer Coach trifft erste bedeutende Entscheidungen
Leipzig – Seit Montagabend ist es offiziell: Martin Demichelis (45) übernimmt das Amt des Cheftrainers bei RB Leipzig. Der ehemalige Spieler des FC Bayern München hat einen Vertrag über zwei Jahre unterschrieben und soll vor allem dafür sorgen, dass die Sachsen international wieder erfolgreich agieren. Dafür muss er sich nun möglichst schnell mit dem vorhandenen Spielerkader vertraut machen.
Bevor Mitte Juli die intensive Vorbereitung auf die kommende Saison beginnt, stehen gemeinsam mit Sportdirektor Marcel Schäfer (41), der die Verpflichtung von Demichelis als „Bereicherung“ bezeichnete, erste wichtige Entscheidungen an.
Eine dieser Fragen lautet: Verbleibt das Talent Yan Diomande (19) mindestens für ein weiteres Jahr bei den Roten Bullen? Zuletzt lehnten die Leipziger ein Angebot aus Liverpool in Höhe von insgesamt 100 Millionen Euro selbstbewusst ab. Die Engländer planen offenbar bereits ein neues Offert. Auch Paris Saint-Germain beobachtet die Situation genau.
Wie gut Diomande bei der Weltmeisterschaft mit der Elfenbeinküste abschneidet, könnte noch Einfluss auf die weiteren Entwicklungen haben.
Die Roten Bullen haben aufgrund eines Vertrages ohne Ausstiegsklausel die Kontrolle über die Situation.
Nur bei einem noch höherem Gebot würde man am Cottaweg wohl einen Verkauf in Erwägung ziehen – es sei denn, Demichelis spricht sich dagegen aus und betrachtet Diomande als Schlüsselspieler für die kommende Saison, was sehr wahrscheinlich ist.
Nach Informationen von „Sky“ steht die Zukunft von Brajan Gruda (22) völlig unabhängig vom Trainer fest.
Mit dem Spieler selbst sei alles geklärt. Der Offensivspieler möchte nach seinem halben Jahr in Deutschland bei Leipzig bleiben.
Brighton, sein Stammverein, zeigt sich grundsätzlich offen für einen Transfer – bevorzugt jedoch einen festen Verkauf. RB würde Gruda lieber erneut per Leihe mit Kaufoption an den Cottaweg holen.
Ein endgültiger Durchbruch in den Verhandlungen wurde bislang nicht erzielt, doch die Klubs befinden sich laut Berichten weiterhin im intensiven Dialog.