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Sein letztes Hertha-Spiel war eine Gala: Winklers Abschied ist perfekt

Berlin – Marten Winkler (23) hat sich die Lobeshymnen mehr als verdient. Besonders in der ersten Halbzeit zeigte er gegen Heidenheim eine nahezu unaufhaltsame Leistung. An allen drei Toren war der Flügelspieler maßgeblich beteiligt.

Den Auftakt machte Sebastian Grönning (29), der das erste Tor vorbereitete, beim zweiten Treffer erzielte Winkler selbst mit einem kraftvollen Linksschuss. Beim dritten Tor war es erneut Winkler, der mit einer exzellenten Vorlage für Deyovaisio Zeefuik (28) sorgte.

Mit zwei Vorlagen und einem sehenswerten Treffer war Winkler beim 4:1-Erfolg gegen den Absteiger der auffälligste Akteur auf dem Platz. Doch diese Glanzleistung markierte zugleich sein Abschiedsspiel. Winkler wechselt zum RSC Anderlecht!

„Marten ist ein echtes Eigengewächs unserer Akademie. In den vergangenen Jahren hat er sich hervorragend entwickelt und nun ergibt sich für ihn die Gelegenheit, den nächsten Schritt im Ausland und auf internationaler Bühne zu gehen“, erklärte Sportdirektor Benjamin Weber (46).

Für Hertha BSC ist es bereits der 14. Abgang in dieser Saison, der jedoch offenbar gut vergütet wird. Laut „Kicker“ fließen rund vier Millionen Euro Ablöse zuzüglich Boni. „Nach seinem starken Saisonstart fällt uns der Abschied sportlich sehr schwer, doch Matte wollte die Herausforderung in Belgien annehmen. Unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Aspekte und seiner Vertragslaufzeit haben wir seinem Wunsch stattgegeben“, so Weber weiter.

Nach einem Jahr Lehrzeit in der 3. Liga, in dem Winkler auch als linker Außenverteidiger eingesetzt wurde, bildete er drei Jahre lang zusammen mit Fabian Reese (28) das Flügelduo. Seine beste Saison spielte er jedoch zuletzt: In 35 Pflichtspielen erzielte der Flügelstürmer sieben Tore und bereitete sieben weitere vor.

„Seit seinem Beginn bei uns ist Matte ein unverzichtbarer Spieler und hat eine tolle Entwicklung durchgemacht. Schon letzte Saison konnte er richtig überzeugen“, lobte Trainer Stefan Leitl (48). „Er hat eine vielversprechende Karriere vor sich.“

Diese wird allerdings nicht mehr in Berlin weitergehen. Hertha erleidet damit einen weiteren sportlichen Verlust zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Überraschend kommt der Wechsel jedoch nicht: Bereits im Mai hatte Winkler öffentlich und intern seinen Wunsch geäußert, eine neue Herausforderung anzunehmen. Bislang fehlten aber passende Angebote – bis jetzt.

Bei Anderlecht bekommt Winkler nun die Chance, genau diesen nächsten Schritt zu machen. Der belgische Spitzenclub bietet nicht nur den Spielbetrieb in der ersten Liga, sondern auch die Teilnahme an der Europa League, sofern die Begegnung gegen FK Qairat Almaty erfolgreich gestaltet wird. In Brüssel wird Winkler mit der Rückennummer 10 auflaufen.

„Hertha BSC wird immer mein Zuhause bleiben. Ich bin dem Verein, den Verantwortlichen und den Fans unglaublich dankbar für alles! Es hat mir stets großen Spaß gemacht, im Olympiastadion zu spielen oder auswärts vor einem vollen Gästeblock anzutreten. Schon als Kind habe ich davon geträumt“, sagte Winkler.

Erstmeldung um 12:35 Uhr, letzte Aktualisierung um 21:00 Uhr