Eigentlich soll er die Transfers der SGE regeln, doch jetzt rückt Krösche selbst in den Mittelpunkt: Führt sein Weg nach Mailand?
Von Sandra Degenhardt, Christian Johner
Frankfurt am Main – Während Markus Krösche (45), Sportvorstand der Eintracht Frankfurt, eigentlich für die Abwicklung von Transfers zuständig ist, steht er nun selbst im Rampenlicht: Laut italienischen Medien hat der AC Mailand Interesse an ihm gezeigt.
Die Sportzeitung „Gazzetta dello Sport“ berichtet, dass Krösche zu den Kandidaten für eine der vakanten Führungspositionen beim italienischen Spitzenklub zählt.
Dem „kicker“ zufolge wollte Krösche die Spekulationen zunächst nicht kommentieren. Auch die Transfer-Experten Fabrizio Romano und Matteo Moretto hatten über die Entwicklungen berichtet.
Nach einer äußerst enttäuschenden Saison, in der die Champions-League-Plätze in der Serie A verpasst wurden, mussten bei Mailand neben Trainer Massimiliano Allegri (58) auch der Geschäftsführer, der Sportdirektor sowie der Technische Direktor ihren Posten räumen.
Der „Gazzetta dello Sport“ zufolge hatte sich der österreichische Nationaltrainer Ralf Rangnick (67) bereits gegen einen Wechsel zu den Rossoneri entschieden, wobei er ohnehin nicht als Trainer vorgesehen war.
Krösche bekleidet seit fünf Jahren den Posten des Sportvorstands bei Eintracht Frankfurt und ist vertraglich bis 2028 gebunden.
In dieser Zeit hat er mehrfach sehr erfolgreiche Transferentscheidungen getroffen und sich als erstklassiger Manager etabliert. Neben Krösche stehen auch Ramon Planes (58, zuletzt Sportdirektor bei Al-Ittihad) und Devin Ozek (31, zuletzt Sportdirektor bei Fenerbahce Istanbul) auf der Liste der Mailänder.
Als möglicher Nachfolger von Allegri auf der Trainerbank gilt laut Berichten Oliver Glasner (51), der von 2021 bis 2025 bei der Eintracht als Trainer tätig war.
Glasner führte Crystal Palace in der vergangenen Saison mit dem Gewinn der Conference League zum ersten internationalen Titel in der Vereinsgeschichte und hatte bereits früh angekündigt, den Premier-League-Klub nach Saisonende zu verlassen.
Eine Einigung mit dem AC Mailand besteht laut Romano bislang jedoch noch nicht.