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Kein plötzlicher Bruch bei Eintracht: Krösche bleibt vorerst Sportvorstand

Von Eric Dobias

Frankfurt am Main – Ein spektakulärer Wechsel blieb aus. Markus Krösche (45) wird auch weiterhin die Position des Sportvorstands bei Eintracht Frankfurt bekleiden – zumindest vorläufig. Dies betonte der 45-Jährige mit Nachdruck nach der Aufsichtsratssitzung des Fußball-Bundesligisten.

Im Vorfeld hatte es zahlreiche Spekulationen über eine mögliche rasche Trennung zwischen Krösche und Eintracht gegeben. Diese traten jedoch nicht ein, was wenig überraschend war.

Das Führungsgremium der Frankfurter behandelte das Thema Krösche bei der Zusammenkunft am Mittwochnachmittag nicht ausdrücklich.

Der Schwerpunkt der Sitzung lag vielmehr auf der aktuellen sportlichen und finanziellen Lage des Clubs sowie auf den in der letzten Transferperiode getroffenen Entscheidungen, die laut Aufsichtsratsvorsitzendem Mathias Beck (55) „detailliert und konstruktiv“ diskutiert wurden.

„In den vergangenen Wochen hatten wir das Ziel, die bestmöglichen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Spielzeit zu schaffen. Dies ist der sportlichen Leitung gelungen“, so Beck. Man sei sich einig, die bevorstehenden Herausforderungen weiterhin mit großer Geschlossenheit anzugehen. Ein klarer Punkt für Krösche.

Das bedeutet jedoch nicht, dass in Frankfurt am Main nun dauerhaft Ruhe herrscht. Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, sind in den nächsten Tagen und Wochen weitere Gespräche über Kröschens Zukunft geplant. Sein Vertrag bei der Eintracht läuft aktuell noch bis zum 30. Juni 2028.

Die einstige Faszination um den hoch angesehenen Manager, der einst von mehreren Topklubs umworben wurde, ist mittlerweile verblasst. Ob die laute Kritik an Krösche bald verstummen wird, hängt maßgeblich von den sportlichen Resultaten der Mannschaft ab.

Viele werfen Krösche vor, es nicht geschafft zu haben, eine Mannschaft zusammenzustellen, die den hohen Erwartungen gerecht wird.

Sowohl in der Defensive als auch in der Offensive ist der Kader dünn besetzt, da notwendige Verstärkungen ausgeblieben sind.

Die angestrebte Rückkehr in den europäischen Wettbewerb scheint somit schwer erreichbar. Zudem ist das Verhältnis zum Trainer Adi Hütter (56) offenbar angespannt, was die Situation zusätzlich erschwert.

Immerhin ist es Krösche gelungen, den übergroßen Kader zu reduzieren und dabei einen positiven Transferüberschuss zu erzielen. Dies beeindruckte den Aufsichtsrat und verschaffte ihm vorerst etwas Spielraum. Wie lange Krösche jedoch noch in seinem Amt bei Eintracht Frankfurt bleibt, ist weiterhin ungewiss.

Bundesliga-Tabelle

Die Tabellenstellung in der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Verein, der am Saisonende den ersten Platz belegt, wird Deutscher Meister. Die Teams auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) darf in der Relegation den Klassenerhalt sichern. Dort trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.