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Klare Ansagen von Schäfer: RB Leipzig schnell wieder auf dem Boden der Realität

Bremen – Die Begeisterung nach dem 3:0-Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach war bei RB Leipzig groß. Könnte sich der Trainerwechsel als richtig erweisen? Funktionieren die neuen Spieler von Beginn an hervorragend? Ist in dieser Saison vielleicht sogar ein Blick nach ganz oben möglich? Doch nach der 1:3-Niederlage am Samstag in Bremen in der Bundesliga ist man wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgekehrt.

Den Leipzigern fiel gegen die tiefstehenden Bremer nach dem frühen Rückstand kaum eine Mittel ein. Das Team von der Weser agierte „raffiniert, eiskalt und robust“, wie RB-Kapitän David Raum (28) nach Spielende erklärte, während man selbst zwar „dominiert“, aber eben nicht genügend Chancen kreiert habe.

Was bedeutet das jetzt? Es bestätigt im Grunde, was schon vor Saisonbeginn bekannt war: Nach dem mehr oder weniger geplanten Umbruch haben die Rasenballer noch viel Arbeit vor sich.

Natürlich kann es, wie gegen Gladbach, schon sehr gut laufen. Doch die Bremer zeigten eindrucksvoll, wie man RB Leipzig vor erhebliche Probleme stellen kann.

„In vielen Bereichen war das zu wenig. Die personellen Ausfälle sind keine Entschuldigung. Ich hatte eine deutlich bessere Leistung erwartet“, stellte Sportdirektor Marcel Schäfer (42) mit klaren Worten fest und ergänzte: „Es war wie in einem Handballspiel, wir spielten zu selbstsicher, von rechts nach links und zurück, bis wir irgendwann den Ball verloren.“

Der Sportchef hat in den vergangenen Wochen intensiv gearbeitet, um eine Mannschaft zusammenzustellen, die auch international bestehen kann und idealerweise beim Champions-League-Start am Donnerstagabend gegen Como (21 Uhr/DAZN) gleich den ersten Sieg einfahren soll.

Nach einer Vorstellung wie in Bremen sind natürlich Zweifel groß, ob das tatsächlich ausreicht.

Das frühe Gegentor, das durch einen einfachen Ballverlust von Johan Bakayoko (23) verursacht wurde, spielte den Gastgebern stark in die Karten. Leipzig musste fast die gesamte Spielzeit gegen eine defensive Mauer aus elf Spielern anrennen.

Dass sich die Gegner gegen RB vor allem auf die Defensive konzentrieren würden, war im Vorfeld klar. Für die Sachsen gilt es jetzt, schnell passende Strategien für solche Situationen zu entwickeln.

Tabelle der 1. Bundesliga

Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Der Verein, der am Saisonende auf Platz 1 steht, wird Deutscher Meister. Die Teams auf den Plätzen 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Position 16) muss in der Relegation um den Klassenerhalt kämpfen. Dort trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.