„Tragisch“: St.-Pauli-Trainer Rapp äußert sich zum Ausfall von Pereira Lage
Hamburg – Im April erlitt Mathias Pereira Lage (29) während eines Trainings eine schwere Knieverletzung mit Kreuzbandriss. Seitdem kann der Franzose seine Mannschaftskameraden nur noch von der Tribüne aus unterstützen. Sein neuer Trainer Marcel Rapp (47) bezeichnete die Situation als tragisch.
Dabei gehe es für ihn nicht nur um die sportlichen Aspekte, erklärte Rapp bei der Pressekonferenz vor dem DFB-Pokalspiel gegen Rot-Weiss Essen am Freitag.
„Ich sehe in ihm einen außergewöhnlichen Menschen, der vollen Einsatz zeigt und sich für andere einsetzt“, beschrieb der 47-Jährige den Offensivspieler, der sich derzeit in Hamburg in der Reha befindet.
Besonders beeindruckt sei er von dessen Teamgeist und seiner Fürsorglichkeit, fügte Rapp hinzu und erzählte von einer für ihn unerwarteten Begegnung.
„Ich habe ihn auf der Tribüne bei der U23 gesehen, wie er das Spiel verfolgte“, berichtete der Trainer vom Millerntor. „Ich fragte ihn: ‚Was machst du denn hier?‘ Und er antwortete: ‚Ich liebe einfach Fußball.‘ Es ist kaum vorstellbar, dass ein Spieler so lange pausieren muss. Für mich ist das fast tragisch. Ich glaube, er ist ein wirklich guter Mensch.“
Obwohl Rapp ihn noch nicht persönlich in einem Spiel unter seiner Leitung gesehen hat, ist er von seiner fußballerischen Qualität überzeugt. „Ich habe einige Partien von ihm verfolgt. Er ist ein talentierter Spieler.“
Zum Zeitpunkt der Rückkehr von Pereira Lage in den Kader der Braun-Weißen äußerte sich der Coach noch zurückhaltend.
Obwohl der Rehabilitationsprozess im Zeitplan liege, betonte Rapp, dass es sich um eine ernste und langwierige Verletzung handele.
„Wir werden alles daran setzen, dass er vollständig genesen kann und steht ihm mit voller Unterstützung zur Seite“, versprach der gebürtige Pforzheimer.
„Wenn er wieder auf dem Platz und in der Kabine dabei ist, bedeutet das für uns einen enormen Gewinn“, lobte der Cheftrainer.
Am 22. April hatte sich der 29-Jährige das linke Knie verletzt. Bereits am Folgetag erfolgte die Operation im Universitätsklinikum Eppendorf (UKE).