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Magdeburgerin Gose gewinnt EM-Gold im Freiwasser-Knockout

Von Thomas Eßer

Paris – Trotz der Diskussionen um die Wasserqualität in der Seine sicherte sich Isabel Gose (24) die Goldmedaille bei der Europameisterschaft im Freiwasserschwimmen.

Die 24-Jährige triumphierte im Knockout-Sprint mit einem Start-Ziel-Sieg und gewann damit ihren ersten Einzel-Titel im Freiwasserschwimmen.

In Paris ließ sie die Ungarin Bettina Fabian (21) sowie die Italienerin Ginevra Taddeucci (29) hinter sich auf den zweiten beziehungsweise dritten Rang zurück. Für die Athletin des SC Magdeburg war es der erste Einsatz bei den EM-Titelkämpfen in der französischen Hauptstadt.

„Es kribbelt jeden Tag in den Fingern, endlich ins Wasser zu springen“, berichtete Gose vom Ufer der Seine. „Ich bin so glücklich, dass ich an die Leistungen der Jungs anknüpfen konnte – und hoffe, heute noch weiterzumachen.“

Teamkamerad Florian Wellbrock (28) hatte bereits in den vergangenen Tagen Gold über die 10- und 5-Kilometer-Distanz errungen.

Oliver Klemet (24) ergänzte das starke deutsche Abschneiden mit Bronze auf der olympischen Strecke. Nach dem Freiwasser-Knockout der Frauen waren nun die männlichen Schwimmer aus Deutschland gefordert.

Beim Knockout-Sprint werden hintereinander mehrere Rennen über 1500, 1000 und 500 Meter ausgetragen, wobei nach jeder Runde Athletinnen ausscheiden. „Das ist total spannend, weil man nach jeder Strecke wieder die Spannung aufbauen muss und die Nervosität zurückkommt“, erklärte Gose.

Sie gewann sowohl ihren Vorlauf als auch das Halbfinale. In den Pausen gab ihr Bundestrainer Bernd Berkhahn (55) taktische Anweisungen, die jedoch stets gleich blieben: Im Stil von Wellbrock das Feld von vorne kontrollieren und die Konkurrentinnen zermürben. So erreichte sie in allen drei Läufen souverän als Erste das Ziel.

Vor dem Wettbewerb gab es erneut Bedenken wegen der Wasserqualität. Das Training am Vortag fiel aus, nachdem Öl oder Kraftstoff im Fluss entdeckt worden war. Aktuelle Messungen zeigten jedoch keine Grenzwertüberschreitungen.

Nach einer weiteren Sichtprüfung am Morgen gab es schließlich grünes Licht für die Wettkämpfe.